EU-Wahl: Salzburger ÖVP und SPÖ freuen sich über Beitrag zum Ergebnis

Wien (APA) - Sehr zufrieden mit dem vorläufigen Ergebnis zeigte sich der Salzburger Landeshauptmann Wilfried Haslauer (ÖVP): „Wir sind klar ...

Wien (APA) - Sehr zufrieden mit dem vorläufigen Ergebnis zeigte sich der Salzburger Landeshauptmann Wilfried Haslauer (ÖVP): „Wir sind klar Nummer eins.“ Salzburg habe als einziges Bundesland für die ÖVP dazugewonnen. Die Verluste im Bundesergebnis erklärt sich Haslauer mit der Vielzahl der Listen und „der Tatsache, dass die NEOS hauptsächlich uns schaden“.

Dass die NEOS dennoch hinter den Erwartungen geblieben sind, verwundert Haslauer aber nicht: Ihre europapolitischen Positionen hätten in Österreich nicht viele Anhänger und nun sei die neue Partei „in der Normalität angekommen“. Die ÖVP-Zugewinne in Salzburg schreibt Haslauer auch Claudia Schmidt als Person zu: „Es war nicht ganz leicht Claudia auf Platz vier zu bekommen ,aber es hat sich ausgezahlt.“

Die ehemalige Salzburger Baustadträtin, zieht mit dem vierten Listenplatz der ÖVP, als Kandidatin der „Westachse“, in das EU-Parlament ein. In einer ersten Stellungnahme bedanke sie sich für den Vertrauensvorschuss und erklärte, sie werde „alles daran setzen, dass sich die Skepsis gegenüber dem Europäischen Parlament in den nächsten fünf Jahren verringert“.

Auch der Salzburger SPÖ-Chef Walter Steidl freute sich über den „überdurchschnittlichen Beitrag“, den Salzburg zum SPÖ-Bundesergebnis beitragen konnte. Laut erster Hochrechnung konnten die Sozialdemokraten in Salzburg rund zwei Prozentpunkte dazugewinnen.

„Es ist ein sehr gutes Ergebnis, wir haben am meisten von allen dazugewonnen“, sagt der Landes-FPÖ-Chef Rupert Doppler. Jetzt müsse es an die Arbeit gehen. Um der geringen Wahlbeteiligung entgegenzuwirken, müssten „die Nationalstaaten künftig auch wieder mehr Gewicht bekommen“, erklärt Doppler.

LHStv. Astrid Rössler (Grüne) sah in einer ersten Reaktion den Kurs ihrer Partei bestätigt: „Es herrscht offenbar Vertrauen, dass wir auf die richtigen Themen setzen, nicht nur auf Landes- und Bundesebene, sondern eben auch bei der EU-Wahl. Das Ergebnis übertrifft die Prognosen, wir haben uns deutlich von den NEOS abgehoben.“ Sie hoffe nun, dass sich der Trend beim gesamteuropäischen Ergebnis fortsetzt.