EU-Wahl: HR: ÖVP bleibt Erster, FPÖ und Grüne mit großen Zugewinnen

Wien (APA) - Die EU-Wahl vom Sonntag hat in Österreich für die ÖVP erneut Platz Eins vor der SPÖ gebracht. Laut Hochrechnungen der ARGE Wahl...

Wien (APA) - Die EU-Wahl vom Sonntag hat in Österreich für die ÖVP erneut Platz Eins vor der SPÖ gebracht. Laut Hochrechnungen der ARGE Wahlen für die APA und SORA/ORF erreicht die ÖVP mit leichten Verlusten Platz Eins. Die SPÖ bleibt quasi unverändert auf Platz zwei. Große Zugewinne erzielen FPÖ und Grüne. Die FPÖ verdoppelt die Mandate, die Grünen dürften eines dazugewinnen. Die NEOS schaffen den Einzug.

Die ARGE Wahlen (Auszählungsgrad 70 Prozent) weist die ÖVP in ihrer Hochrechnung von 17.50 Uhr mit 27,7 Prozent aus, bei SORA (17.40 Uhr, 73 Prozent der Stimmen ausgezählt) liegt die Volkspartei bei 27,6 Prozent. Gegenüber 2009 (29,98 Prozent) bedeutet dies ein Minus von rund 2,3 Prozentpunkten. Bei diesen Hochrechnungen bereits mitberücksichtigt sind erste Wiener Sprengelergebnisse.

Nahezu unverändert bleibt der Stimmenanteil der SPÖ: Die Partei kommt laut ARGE Wahlen auf 23,9 Prozent, SORA weist hier 23,8 Prozent aus. Bei der letzten EU-Wahl kam die Sozialdemokratie auf 23,74 Prozent.

Die großen Gewinner des Urnengangs sind FPÖ und Grüne. Die Freiheitlichen kommen laut ARGE Wahlen auf 19,6 Prozent, die SORA-Hochrechnung weist für die Freiheitlichen 19,5 Prozent aus. Gegenüber 2009 bedeutet dies ein Plus von rund 6,9 Prozentpunkten (bzw. 6,8 Prozent).

Die Grünen erreichen 14,5 Prozent (ARGE) bzw. 14,9 (SORA). 2009 lagen die Grünen noch bei 9,93 Prozent, was ein Plus zwischen 4,6 und 5,0 Prozentpunkten bedeutet.

Auf Platz fünf rangieren die erstmals angetretenen NEOS. Die neue Partei kommt laut beiden Hochrechnungen auf 7,8 Prozent.

Die Kleinparteien gehen leer aus. Die Liste EU-STOP erreicht mit 2,7 Prozent (ARGE) bzw. 2,6 Prozent (SORA) das beste Ergebnis der „Kleinen“, schafft aber dennoch nicht den Einzug ins EU-Parlament (für den knapp fünf Prozent der Stimmen notwendig wären). Gescheitert sind laut beiden Hochrechnungen auch die Listen Europa Anders mit 2,1 Prozent sowie REKOS mit 1,2 Prozent. Das bisher im EU-Parlament vertreten gewesene BZÖ muss sich mit einem Ergebnis von 0,5 Prozent (2009: 4,58) aus dem Europaparlament verabschieden.