EU-Wahl: HR ARGE: ÖVP verliert ein Mandat, Grüne gewinnen einen Sitz

Wien (APA) - Die ÖVP wird laut aktualisierter Hochrechnung der ARGE Wahlen für die APA nach der EU-Wahl vom Sonntag ihr sechstes Mandat verl...

Wien (APA) - Die ÖVP wird laut aktualisierter Hochrechnung der ARGE Wahlen für die APA nach der EU-Wahl vom Sonntag ihr sechstes Mandat verlieren. Damit hält die Volkspartei künftig bei fünf Sitzen im EU-Parlament. Die Grünen gewinnen ein Mandat dazu und entsenden drei Vertreter nach Brüssel. Die SPÖ bleibt unverändert bei fünf Sitzen, die FPÖ verdoppelt ihre Mandate auf vier. Die NEOS erreichen einen Sitz.

Die endgültige Mandatsverteilung wird zwar erst nach Auszählung der Wahlkarten am Montagabend feststehen. Das dritte Mandat der Grünen ist aber laut ARGE Wahlen nun abgesichert, wie aus einer Hochrechnung von 18.30 Uhr hervorgeht. Der Auszählungsgrad dieser Hochrechnung (inkl. Briefwahl-Schätzung) liegt bei 74 Prozent.

An Stimmen kommt die ÖVP demnach auf 27,6 Prozent. Gegenüber 2009 (29,98 Prozent) bedeutet dies ein Minus von rund 2,4 Prozentpunkten. Die SPÖ bleibt mit 23,9 Prozent quasi unverändert auf Platz zwei. Beim letzten Urnengang erreichte die Sozialdemokratie 23,74 Prozent.

Zu den großen Gewinnern zählen FPÖ und Grüne. Die Freiheitlichen kommen auf 19,6 Prozent, gegenüber 2009 bedeutet dies ein Plus von rund 6,9 Prozentpunkten. Die Grünen erreichen 14,7 Prozent - ein Plus von 4,8 Prozentpunkten.

Die erstmals angetretenen NEOS kommen hinter den Grünen auf Platz fünf. Die neue Partei kann laut Hochrechnung 7,8 Prozent der Stimmen für sich gewinnen.

Keine Mandate gehen an die Kleinparteien. Die Liste EU-STOP erreicht mit 2,7 Prozent das beste Ergebnis unter den kleinen Listen. Auch die Listen Europa Anders mit 2,1 Prozent sowie REKOS mit 1,2 Prozent und das bisher im EU-Parlament vertreten gewesene BZÖ mit 0,5 Prozent (2009: 4,58) scheiterten am Einzug.

Die Wahlbeteiligung ist leicht gesunken. 44,8 Prozent der Wahlberechtigten gingen zu den Urnen oder wählten per Brief. Im Jahr 2009 lag die Beteiligung bei 46 Prozent.