EU-Wahl - Rennen um Platz 1: Zwischenstand nach neun Staaten

Wien (APA) - Im Rennen um Platz eins bei der Europawahl kann die konservative Europäische Volkspartei (EVP) ihren Vorsprung auf die Sozialde...

Wien (APA) - Im Rennen um Platz eins bei der Europawahl kann die konservative Europäische Volkspartei (EVP) ihren Vorsprung auf die Sozialdemokraten (S&D) weiter ausbauen. Auf Basis von Exit-Polls aus neun Mitgliedsstaaten, darunter Deutschland, lag die EVP von Jean-Claude Juncker mit 72 Mandaten deutlich vor der S&D von Martin Schulz mit 54 Mandaten.

Malta blieb weiterhin das einzige Land, in dem die S&D-Fraktion mit 3:2 Mandaten die Nase vorne hatte. Die EVP-Schwesterparteien waren in Deutschland (35:27), Bulgarien (7:5), Zypern (2:1), in den Niederlanden (5:2), in Tschechien (7:5), der Slowakei (5:4) und Lettland (4:2) vorne. In Österreich sah es laut Hochrechnungen nach einem Patt (5:5) aus.

Die beiden großen Fraktionen im Europaparlament haben sich im Vorfeld der EU-Wahl informell darauf verständigt, dass der Spitzenkandidat der stärksten Fraktion neuer Kommissionspräsident werden soll. Das Vorschlagsrecht für den Posten liegt bei den EU-Staats- und Regierungschefs, doch muss der Chef der Brüsseler Behörde zwingend auch vom 751-köpfigen Europaparlament mit absoluter Mehrheit (376 Stimmen) gewählt werden.

Ergebnisse aus fünf der sechs großen EU-Staaten stehen noch aus. Um 20.00 Uhr schließen die Wahllokale in Spanien, Frankreich und Rumänien. Den Abschluss macht Italien, wo bis 23.00 Uhr gewählt wird. Auch die Ergebnisse aus Großbritannien sollen erst nach dem europaweiten Wahlschluss veröffentlicht werden.

Gesamteuropäische Hochrechnungen auf Basis der ersten Länderergebnisse geben der EVP 233 von 751 Mandaten, die Sozialdemokraten kommen demnach nur auf 194 Mandate.