EU-Wahl - Für Swoboda Ausgang noch offen

Brüssel (APA) - Der Ausgang der Europawahlen ist nach Worten des Chefs der Sozialdemokraten im EU-Parlament, Hannes Swoboda noch offen. Es s...

Brüssel (APA) - Der Ausgang der Europawahlen ist nach Worten des Chefs der Sozialdemokraten im EU-Parlament, Hannes Swoboda noch offen. Es sei „zu früh“, jetzt schon Ergebnisse zu verkünden, sagte Swoboda am Sonntagabend in einer ersten Reaktion gegenüber der APA. Swoboda wies vor allem Aussagen aus den Reihen der Konservativen zurück, wonach diese mindestens 20 Sitze vor den Sozialdemokraten liegen.

„Wenn ich so viel verlieren würde wie die EVP, würde ich nicht solche Jubelmeldungen verbreiten“, sagte Swoboda. Auf jeden Fall würden die bisherigen Ergebnisse auf einen „starken Verlust“ der EVP gegenüber dem derzeitigen Stand deuten. Selbst wenn die EVP vorne liege, hätte die sozialdemokratische S&D-Fraktion zur EVP aufgeschlossen. Man müsse aber noch auf Ergebnisse etwa aus Spanien und Frankreich warten.

Swoboda sagte, es sei nicht ausgeschlossen, dass der Spitzenkandidat der Sozialdemokraten, Martin Schulz, EU-Kommissionspräsident werde, wenn er eine Mehrheit im EU-Parlament bekomme. Die stärkste Fraktion sollte aber den Vorrang bei der Suche nach einer Mehrheit haben.

Der Chef der Sozialdemokraten wies auch darauf hin, dass der konservative ungarische Ministerpräsident Viktor Orban gesagt habe, dass er Juncker nicht als Kommissionschef unterstütze, obwohl Orban der EVP angehöre. Die Mehrheitsverhältnisse könnten auch nach 22.00 Uhr noch unklar sein, sollten kleinere Parteien noch zu einer Fraktion dazukommen.