Ukraine-Wahl - Kiew: „Demokratischste Wahl in Geschichte des Landes“

Kiew (APA) - Die Generalstaatsanwaltschaft der Ukraine sieht den Urnengang am Sonntag, aus dem der Milliardär Pjotr (Petro) Poroschenko laut...

Kiew (APA) - Die Generalstaatsanwaltschaft der Ukraine sieht den Urnengang am Sonntag, aus dem der Milliardär Pjotr (Petro) Poroschenko laut Exit Polls als neuer Präsident hervorging, als die „demokratischste Wahl in der Geschichte der Ukraine“. Zwar habe es Hunderte Beschwerden gegeben, aber zum ersten Mal keine gegen dienstfertigen Missbrauch, sagte der Chef der Staatsanwaltschaft am Sonntag in Kiew.

Insgesamt seien etwa Hundert Vergehen registriert worden, erklärte Mykola Goshovsky vor Vertretern der Presse in der ukrainischen Hauptstadt, drei Viertel davon in den gewaltüberschatteten Ostregionen Luhansk (Lugansk) und Donezk.

Unter diese versuchten Wahlstörungen würden Einschüchterungen, das Entwenden von Wahlurnen, das Zerstören von Wahllokalen oder Angriffe mit Molotow-Cocktails fallen.

Vize-Innenminister Sergiy Yarovyi ergänzte, dass sieben der 22 Bezirkswahlkommissionen in Donezk und 2 von 12 in Luhansk im Einsatz waren. 82.000 Polizisten und 7.500 freiwillige Helfer hätten zum Schutz der Wahl beigetragen.

Der Fall des nahe Slawjansk getöteten italienischen Journalisten und seines Übersetzers wurde von Goshovsky bestätigt, könne aber nicht untersucht werden, da sich der Vorfall im Einflussgebiet der Separatisten zugetragen habe.