Ukraine-Wahl - Prorussische Separatisten rechnen nicht mit Dialog

Donezk/Kiew (APA/dpa) - Die prorussischen Separatisten in der Ostukraine erwarten keine Gespräche mit dem voraussichtlich neuen Präsidenten ...

Donezk/Kiew (APA/dpa) - Die prorussischen Separatisten in der Ostukraine erwarten keine Gespräche mit dem voraussichtlich neuen Präsidenten Pjotr (Petro) Poroschenko. Der Oligarch finanziere und unterstütze den Militäreinsatz der Regierungstruppen gegen die moskautreuen Kämpfer, sagte einer der Separatistenführer, Miroslaw Rudenko, am Sonntag der russischen Agentur Interfax.

„Wie kann es da einen Dialog geben?“, fragte der Aktivist am Tag der von den Aufständischen boykottierten Präsidentenwahl. Falls Poroschenko doch verhandeln wolle, müsse er zunächst harte Bedingungen erfüllen: die Militäroperation einstellen, die Truppen abziehen und „unsere Souveränität“ anerkennen, sagte Rudenko.

„Aber ich bezweifele, dass er diese Schritte unternehmen wird.“ Die selbst ernannten „Volksrepubliken“ Donezk und Lugansk hatten nach nicht anerkannten Referenden ihre Unabhängigkeit von Kiew nach Vorbild der Schwarzmeerhalbinsel Krim erklärt.