EU-Wahl - Rennen um Platz 1: Zwischenstand nach 16 Staaten

Wien (APA) - Der Vorsprung der Europäischen Volkspartei (EVP) auf die Sozialdemokraten (S&D) bei der Europawahl verfestigt sich. Nach Vorlie...

Wien (APA) - Der Vorsprung der Europäischen Volkspartei (EVP) auf die Sozialdemokraten (S&D) bei der Europawahl verfestigt sich. Nach Vorliegen von Wählerbefragungen und inoffiziellen Ergebnissen aus 16 Staaten stand die EVP von Jean-Claude Juncker bei 129 Mandaten deutlich vor der S&D von Martin Schulz mit 93 Mandaten.

Die Sozialdemokraten hatten nur in Rumänien (16:7), Dänemark (3:1) und Malta (3:2) die Nase vor den jeweiligen EVP-Parteien. Diese lagen in Deutschland (36:27), Frankreich (19:13), den Niederlanden (5:2), Griechenland (5:1), Tschechien (7:5), Ungarn (12:4), Bulgarien (7:4), der Slowakei (5:4), Finnland (4:2), Slowenien (5:1), Lettland (4:2) und Zypern (2:1) vorne. In Österreich sah es laut Hochrechnungen nach einem Patt (5:5) aus.

Die beiden großen Fraktionen im Europaparlament haben sich im Vorfeld der EU-Wahl informell darauf verständigt, dass der Spitzenkandidat der stärksten Fraktion neuer Kommissionspräsident werden soll. Das Vorschlagsrecht für den Posten liegt bei den EU-Staats- und Regierungschefs, doch muss der Chef der Brüsseler Behörde zwingend auch vom 751-köpfigen Europaparlament mit absoluter Mehrheit (376 Stimmen) gewählt werden.

Ergebnisse aus vier der sechs großen EU-Staaten (Großbritannien, Italien, Spanien, Polen) stehen noch aus. Gesamteuropäische Hochrechnungen sahen die EVP bei 229 Abgeordneten, die S&D bei 195 Sitzen.