EU-Wahl - Hollande will am Montag über Konsequenzen beraten

Paris (APA/AFP) - Nach dem historischen Wahlsieg der französischen Rechtsextremen bei den EU-Wahlen will Präsident Francois Hollande „die Le...

Paris (APA/AFP) - Nach dem historischen Wahlsieg der französischen Rechtsextremen bei den EU-Wahlen will Präsident Francois Hollande „die Lehren“ aus diesem „bedeutenden Ereignis“ ziehen. Der Elysee-Palast kündigte am Sonntagabend in Paris ein Treffen Hollandes mit Premier Manuel Valls und weiteren Ministern für Montagfrüh an. Die regierenden Sozialisten landeten mit gut 14 Prozent lediglich auf dem dritten Platz.

Die rechtsextreme Front National (FN) konnte hingegen mit rund 25 Prozent zur stärksten politischen Kraft aufsteigen. Die konservative Oppositionspartei UMP kam nach starken Verlusten nur noch auf rund 20 bis 21 Prozent, wie die Prognosen mehrerer Meinungsforschungsinstitute ergaben. FN-Chefin Marine Le Pen rief nach dem Triumph ihrer Partei noch am Wahlabend zu „Neuwahlen“ auf. Regierungschef Valls, der sich im Wahlkampf besonders engagiert hatte, legte sie zudem den Rücktritt nahe.

Die Grünen kamen bei der Europawahl in Frankreich auf weniger als zehn Prozent und mussten damit gegenüber 2009 deutliche Einbußen hinnehmen. Auf ein ähnliches Ergebnis kamen die Zentristen. Die Linke konnte gegenüber 2009 nicht merklich zulegen und blieb unter sieben Prozent. Die Wahlbeteiligung lag den Prognosen zufolge mit rund 43 Prozent etwas höher als vor fünf Jahren.