EU-Wahl: Vorläufiges Endergebnis für Österreich verkündet

Wien (APA) - Nach Schließung der letzten Wahllokale in Europa konnte Innenministerin Johanna Mikl-Leitner (ÖVP) am Sonntag um 23.00 Uhr offi...

Wien (APA) - Nach Schließung der letzten Wahllokale in Europa konnte Innenministerin Johanna Mikl-Leitner (ÖVP) am Sonntag um 23.00 Uhr offiziell das vorläufige Endergebnis der EU-Wahl in Österreich bekanntgeben. Es entspricht dem von der APA errechneten inoffiziellen Endergebnis. Dieses enthält allerdings noch keine Briefwahlstimmen und keine Wahlkarten, die in „fremden“ Wahlkreisen abgegeben wurden.

Diese werden erst morgen, Montag, ausgezählt. Das vorläufige inklusive allen Wahlkarten wird also Montagabend veröffentlicht. Noch etwas länger warten muss man auf das Vorzugsstimmen-Ergebnis. Die Innenministerin hat es für Mittwoch angekündigt.

Wahlberechtigt waren 6,410.526 Österreicher und EU-Bürger. Abgegeben wurden (ohne Briefwahl und Wahlkarten aus „fremden“ Wahlkreisen) 2,550.145 Stimmen, 2,470.218 waren gültig. Die ÖVP verteidigte mit 673.315 Stimmen bzw. 27,3 Prozent den ersten Platz. Die SPÖ blieb Zweite mit 598.194 Stimmen bzw. 24,2 Prozent. Die FPÖ wurde - anstelle des nicht mehr angetretenen Hans-Peter Martin - Dritte mit 506.460 Stimmen (20,5 Prozent). Die Grünen schafften mit 343.743 Stimmen (13,9 Prozent) ihr bestes Bundeswahl-Ergebnis je. Die NEOS kamen bei ihrer ersten EU-Wahl auf 188.039 Stimmen (7,6 Prozent).

Damit stellen SPÖ und ÖVP künftig fünf EU-Abgeordnete, die FPÖ vier, die Grünen drei und die NEOS einen.

Das BZÖ flog mit 11.748 Stimmen (0,5 Prozent) aus dem EU-Parlament. Ewald Stadler (der bisher auf dem BZÖ-Mandat saß) muss sich verabschieden, denn er kam mit seiner Liste REKOS nur auf 29.751 Stimmen (1,2 Prozent). Die KPÖ-Piraten-Wandel-Wahlplattform Europa Anders verfehlte mit 51.793 Stimmen (2,1 Prozent) den Einzug. Am besten unter den Kleinparteien schnitt EU-Stop ab, mit 67.175 Stimmen (2,7 Prozent). Aber auch das war zu wenig für ein Mandat: Denn es gilt eine Hürde von vier Prozent und für eines der 18 EU-Mandat ist sogar mehr, nämlich an die fünf Prozent, Stimmenanteil nötig.