Stichwahl zwischen Santos und Zuluaga ums Präsidentenamt in Kolumbien

Bogota (APA/dpa) - Die Kolumbianer bestimmen ihren nächsten Präsidenten in einer Stichwahl zwischen dem amtierenden Staatschef Juan Manuel S...

Bogota (APA/dpa) - Die Kolumbianer bestimmen ihren nächsten Präsidenten in einer Stichwahl zwischen dem amtierenden Staatschef Juan Manuel Santos und dessen Rivalen Oscar Ivan Zuluaga. Nach Auszählung von 99 Prozent der Wahllokale verfehlten beide bei der ersten Runde der Präsidentenwahl am Sonntag eine absolute Mehrheit.

Wie das Wahlamt mitteilte, kam Ex-Wirtschaftsminister Zuluaga auf 29,3 Prozent der Stimmen, der Zentrumspolitiker Santos landete bei 25,6 Prozent. Die Stichwahl soll am 15. Juni stattfinden.

Santos hatte im Wahlkampf für die Fortsetzung der Friedensverhandlungen mit der linksgerichteten FARC-Guerilla geworben. Zuluaga, der vom ehemaligen Präsidenten Alvaro Uribe (2002-2010) unterstützt wurde, hatte angekündigt, im Fall eines Wahlsiegs die Gespräche mit den Rebellen nur dann wiederaufzunehmen, wenn die FARC die Waffen niederlegt.

Die konservative Kandidatin Marta Lucia Ramirez wurde nach dem vorläufigen Wahlergebnis Dritte (15,6), gefolgt von der linken Bewerberin Clara Lopez (15,2) und dem Grünen Enrique Penalosa (8,3).

Zur Abstimmung aufgerufen waren knapp 33 Millionen Wahlberechtigte. Die Wahlbeteiligung lag bei 39,9 Prozent und damit trotz des Ausbleibens eines Guerilla-Boykotts weit unter den rund 44 Prozent der letzten Präsidentenwahl. Es herrschte absolute Ruhe am Wahltag, wie Polizeichef General Rodolfo Palomino dem Sender Radio Caracol sagte. Die Guerilla hatte eine achttägige Waffenruhe ausgerufen.