Landespolitik

Kurs der Landjugend in Frage gestellt

Ex-Obmann der Außerferner Landjugend geht mit ehemaliger Mitstreiterin hart ins Gericht. Er selbst will weiterkämpfen.

Von Hans Nikolussi

Hinterhornbach –Maßlos verärgert zeigte sich der Ex-Obmann der Jungbauernschaft/Landjugend Außerfern, Johanne­s Larcher, über die Aussagen der beiden Obleute über den Zustand der bäuerlichen Organisation anlässlich des Bezirkslandjugendtages (die TT berichtet­e). Von einer Entspannung der Lage könn­e, so Larcher, in keinem Fall gesprochen werden, dass die Wogen geglättet seien, wäre auch nicht zu beobachten. Im Gegenteil. „Im Lechtal existiert nach wie vor keine Gebietsorganisation, in anderen Teilen des Außerfern ziehen sich die Jungen von der Vereinigung zurück. Das hat der Bezirkstag mehr als deutlich aufgezeigt. Wenn zur Übergabe der Fahne der letztjährige Sieger fehlt, spricht das Bände. Man ist drauf und dran, die Jungbauernschaft an die Wand zu fahren“, meint er erzürnt.

Vor allem mit seiner ehemaligen Partnerin in der Bezirksleitung, Jennifer Ginther, die zur geschäftsführenden ÖAAB-Bezirks­obfrau bestellt wurde, geht der kämpferische Jungbauer aus dem Lechtaler Seitental hart ins Gericht. „Die Dame hat die ganze Arbeit ihrer eigenen politischen Karriere untergeordnet und die Jungbauernschaft als Sprungbrett genützt. Die Auswirkungen eines solchen Vorgehens kann man nun augenscheinlich mitverfolgen.“

Ihm sei die Landjugend immer noch ein großes Anliegen, die jungen Leute lägen ihm am Herzen. Sollte sich in dieser Richtung bei den Wahlen im Herbst etwas ergeben, stünde er sogar zur Verfügung. Sich bei der Partei für sein Engagement für „Vorwärts“ mit Hosp und Gerber zu entschuldigen, käme allerdings nicht in Frage. Er lass­e sich „von Bezirksgranden nicht verbiegen“, meint er im Hinblick auf die Leitung der Außerferner ÖVP.

„Man kann nicht warten, bis junge Menschen einem die Tür einrennen, man muss von sich aus den Schritt auf sie zu machen“, meint er ein erfolgreiches Rezept zu wissen. Er, der schon seit jüngsten Jahren in der Organisatio­n mitgearbeitet hat, und der glaubt, bis zu seinem Rauswurf erfolgreich gearbeitet zu haben, will nach wie vor kämpfen.

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