Ski nordisch: Seefeld hofft auf Zuschlag bei WM-Vergabe 2019

Barcelona (APA) - Die Vergabe der Welt-Titelkämpfe ist der wichtigste Programmpunkt des 49. Kongresses des Ski-Weltverbandes (FIS) in Barcel...

Barcelona (APA) - Die Vergabe der Welt-Titelkämpfe ist der wichtigste Programmpunkt des 49. Kongresses des Ski-Weltverbandes (FIS) in Barcelona. Der ÖSV möchte nach der Alpin-WM 2013, der Snowboard- und Ski-Freestyle-WM 2015 und der Skiflug-WM 2016 erneut als Veranstalter auftreten: Seefeld hofft, mit seiner Bewerbung am Donnerstagabend den Zuschlag für die Nordischen Ski-Weltmeisterschaften 2019 zu erhalten.

Der Tiroler Tourismus-Ort Seefeld, der WM-Gastgeber 1985 und Austragungsort von Olympia-Bewerben 1964 und 1976 war, tritt mit dieser Kandidatur ebenso wie Almaty (Kasachstan) erstmals an. Die Konkurrenten Oberstdorf (WM-Veranstalter 2005) und Planica (Slowenien) bewerben sich bereits zum dritten bzw. zweiten Mal. Bei der Vergabe der Alpin-WM 2019 gibt es ein Duell zwischen Aare (Schweden) und Cortina d‘Ampezzo (Italien). Als Veranstalter der Skiflug-WM wird 2018 Oberstdorf an die Reihe kommen.

Der seit 1998 amtierende FIS-Präsident Gian-Franco Kasper, der für eine weitere vierjährige Periode gewählt werden wird, wird am Donnerstagabend im Rahmen eines Cocktail-Empfangs (ab 18.30 Uhr) im Hotel Rey Juan Carlos I. die WM-Veranstalter bekannt geben. „Wenn man sich bewirbt, dann will man die Wahl auch gewinnen“, erklärte Seefelds Bürgermeister und OK-Chef Werner Frießer. Wohl wissend, dass die Sportpolitik auch da mitspielt. So soll der deutsche IOC-Präsident Thomas Bach Stimmung für Oberstdorf machen.

Die Bewerber haben am Dienstag zehn Minuten lang Gelegenheit, sich vor den 16 Council-Mitgliedern zu präsentieren. Da werden Tourismus-Chef Markus Tschoner, Landeshauptmann-Stellvertreter Josef Geisler und Ernst Vettori die Vorzüge von Seefeld hervorstreichen. ÖSV-Präsident Peter Schröcksnadel, der sich selbst der Wiederwahl als Vorstands-Mitglied stellt, hat im Vorfeld Gespräche mit seinen Kollegen „pro Seefeld“ geführt. Zudem hat Seefeld mehreren Council-Mitgliedern sein Konzept an Ort und Stelle vorgestellt.

„Der größte Vorteil Seefelds sind die touristischen Merkmale, die große Bettenkapazität und die gute Erreichbarkeit von den Flughäfen Innsbruck und München und auch per Bahn, sowie die Schneesicherheit“, betonte Frießer gegenüber der APA. Seefeld lässt sich die Bewerbung 290.000 Euro kosten. Das Veranstaltungsbudget von rund 17 Millionen Euro soll durch TV-Einnahmen abgedeckt sein, für sportliche und öffentliche Infrastruktur sind 12 Millionen budgetiert.

Die Bewerbe sollen in Seefeld in zwei Stadien (Skispringen Normalschanze bzw. Langlauf) mit temporären Tribünen in Szene gehen. Für die Großschanzen-Bewerbe im Springen ist die Innsbrucker Bergisel-Schanze vorgesehen. Sollte Seefeld diesmal nicht zum Zug kommen, ist laut Frießer mit dem ÖSV abgesprochen, es für 2021 nochmals zu versuchen.