Liste Burgenland will bei der nächsten Landtagswahl drei Mandate

Eisenstadt (APA) - Die Liste Burgenland (LBL) hat den Fahrplan für die kommende Landtagswahl erstellt. „Minimalziel: zwei Mandate, nach oben...

Eisenstadt (APA) - Die Liste Burgenland (LBL) hat den Fahrplan für die kommende Landtagswahl erstellt. „Minimalziel: zwei Mandate, nach oben offen, aber realistisch hoffen wir auf drei Mandate“, beschrieb Obmann Wolfgang Rauter am Montag in Eisenstadt die Erwartungen. Auch einer Regierungsbeteiligung wäre man nicht abgeneigt - falls der Proporz wirklich rechtzeitig abgeschafft würde.

Bevor Koalitionswünsche jenseits des Proporzes auch tatsächlich Früchte tragen können, müssen sich zuerst SPÖ und ÖVP auf ein Reformpaket einigen, das noch vor der Wahl im Landtag beschlossen werden müsste. „Ich bin mir fast sicher, dass sie irgendein künstliches Konflikt-Szenario entwickeln“, zeigte sich Rauter ebenso skeptisch wie LAbg. Manfred Kölly. Über eine mögliche Zusammenarbeit würde man mit allen Parteien reden: „Wir haben keine Berührungsängste“, meinte LBL-Präsident Kölly.

In den Wahlkampf ziehen will die Liste mit der Bezeichnung „LBL Liste Burgenland - Die Unabhängigen“. Das sei „ein Signal“, dass man auch mit anderen Gruppierungen zusammenarbeiten wolle. Ein Wahlbündnis, das dazu führe, dass die LBL den Namen quasi bei der Wahl verliere, „kommt für uns nicht infrage“, sagte Rauter.

In den Wahlkampf will die Liste Burgenland rund 200.000 Euro investieren. „Dieses Geld ist bereits jetzt sichergestellt“, rund zwei Drittel seien öffentliche Gelder, ein Drittel komme von Privaten, erläuterte Rauter. In den kommenden Wochen und Monaten wolle man Teams in den Bezirken aufstellen. Drei Monate vor der Wahl soll es dann Bezirkskonvente geben, etwa sechs Wochen vor dem Urnengang soll auf einem Landeskonvent der Spitzenkandidat nominiert werden.