Ebnet IAEA-Bericht Weg für endgültigen Atom-Deal mit dem Iran?

Teheran/Wien (APA) - Beim dieswöchigen Gouverneursrat der Internationalen Atomenergiebehörde (IAEA/IAEO) stehen zwar auch Syrien und Nordkor...

Teheran/Wien (APA) - Beim dieswöchigen Gouverneursrat der Internationalen Atomenergiebehörde (IAEA/IAEO) stehen zwar auch Syrien und Nordkorea auf der Agenda, im Fokus steht jedoch der neueste IAEA-Bericht zum Iran. Kurz vor der Pressekonferenz am Montag attestierte IAEA-Chef Yukiya Amano dem Iran in einem Eingangsstatement, sich an alle Vereinbarungen gehalten zu haben.

Gewissheit darüber, dass Teherans Nuklearaktivitäten ausschließlich friedlich seien, gibt es aber weiterhin keine. „Ich begrüße die Tatsache, dass die praktischen Schritte, die mit dem Iran innerhalb des Kooperationsabkommens vereinbart wurden, wie vereinbart umgesetzt wurden“, heißt es in der im Voraus verbreiteten Presseinformation Amanos.

Diese Andeutung, dass auch der am Montag vorgestellte Bericht zur Islamischen Republik durchaus positiv ausfallen wird, könnte den Weg für eine endgültige Lösung im Atomstreit ebnen.

Seit dem Interims-Deal im November zwischen der 5+1-Gruppe (die fünf UN-Vetomächte plus Deutschland) und Teheran bemüht man sich um einen endgültigen Text zur Beilegung des fast elf Jahre andauernden Streits rund um die iranische Urananreicherung.

Die IAEA hatte in ihren letzten beiden Berichten bereits die Zusammenarbeit des Iran gelobt und erklärt, dass man hinsichtlich der Kooperation weitergekommen sei. Summa summarum habe Teheran durch dieses Engagement dazu beigetragen, dass die UN-Behörde ein besseres Verständnis des iranischen Nuklearprogramms bekomme, so der Tenor.

Wenn Amano den Vertretern von 35 Staaten erläutert, ob der Iran weiterhin die Maßnahmen zur Begrenzung seines Atomprogramms beachtet, könnte dies als Basis für die in wenigen Tagen beginnenden Expertengespräche der 5+1-Gruppe mit Teheran dienen.

Nach bisherigen Erkenntnissen hat sich Teheran auch in den vergangenen drei Monaten an alle Vorgaben gehalten. Diese Vertragstreue Teherans wurde am Montag in der UN-Behörde in Wien gelobt.

„Wir sehen Bewegung, wir sehen Fortschritt. Es ist erfreulich, dass die Dinge sich in eine positive Richtung entwickeln. Eine Garantie, dass es deswegen schon einen Deal gibt, ist das natürlich nicht, aber ich würde sagen, dass die Tür in Richtung Lösung ein großes Stück weiter geöffnet wurde“, so ein westlicher Diplomat im APA-Gespräch.

Die USA, Russland, China, Frankreich, Großbritannien sowie Deutschland wollen mit dem Iran bis zum 20. Juli ein finales Abkommen erreichen. Es soll sicherstellen, dass der Iran keine Atombombe baut. Im Gegenzug würden die schmerzhaften westlichen Wirtschaftssanktionen stufenweise suspendiert.

~ WEB http://www.iaea.org/ ~ APA316 2014-06-02/14:01