Libyen - Ärzte: Mindestens 18 Tote bei Kämpfen in Stadt Benghazi

Benghazi (APA/Reuters) - In der ostlibyschen Stadt Benghazi (Bengasi) sind am Montag erneut heftige Kämpfe zwischen Soldaten und islamistisc...

Benghazi (APA/Reuters) - In der ostlibyschen Stadt Benghazi (Bengasi) sind am Montag erneut heftige Kämpfe zwischen Soldaten und islamistischen Milizen ausgebrochen. Nach Angaben von Ärzten wurden dabei mindestens 18 Menschen getötet und etwa 30 verletzt. Die Kämpfe begannen in den frühen Morgenstunden und hielten zu Mittag noch an.

Kämpfer der Ansar-al-Scharia-Miliz hätten einen Stützpunkt der Armee angegriffen, berichteten Anrainer. Daraufhin sei es zu Gefechten in mehreren Teilen der Hafenstadt gekommen. Bei den Auseinandersetzungen seien auch Kampfhubschrauber zum Einsatz gekommen, deren Besatzungen vom früheren General Khalifa Haftar befehligt würden.

Der Ex-General hat eine Kampagne gegen islamistische Gruppierungen in dem nordafrikanischen Land ausgerufen und mittlerweile reguläre Truppen auf seine Seite gezogen. Er wirft der Regierung Versagen vor.

Am Sonntag griff ein unter seinem Befehl stehendes Flugzeug im Kampf gegen die Islamisten irrtümlicherweise ein Universitätsgebäude in Benghazi an. Dabei wurden zwei Menschen verletzt.

Seit dem Bürgerkrieg 2011 und dem Sturz von Machthaber Muammar Gaddafi ist es der Regierung nicht gelungen, sich landesweit Autorität zu verschaffen. Viele ehemalige Rebellengruppen verweigern ihre Entwaffnung und kämpfen zum Teil gegeneinander. Benghazi war in den vergangenen Monaten ein Hauptschauplatz der Kämpfe.