Hauptprobleme des Projekts Deutscher Hauptstadtflughafen
Berlin (APA/dpa) - Was die Arbeiter am Berliner Flughafen jetzt zu tun haben und womit das Großprojekt noch zu kämpfen hat:...
Berlin (APA/dpa) - Was die Arbeiter am Berliner Flughafen jetzt zu tun haben und womit das Großprojekt noch zu kämpfen hat:
- BRANDSCHUTZ: Weil die Anlage nicht funktionierte, platzte die Eröffnung 2012. Zwei Jahre später glauben die Betreiber, die Lösung zu kennen. Sie teilen die Anlage im kritischen Bereich in drei Abschnitte, das soll die Steuerung einfacher machen.
- KABELTRASSEN: Weil die Firmen zeitweise bauen konnten wie sie wollten, sind viele Kabelbrücken über- oder fehlbelegt. Nun werden Kabel kilometerweise neu gezogen. Zudem ist ein Teil der 4.000 Räume im Flughafen falsch nummeriert, was zu Chaos führen könnte, weil die Lüftungsklappen den Nummern folgen. Auch hier wird nachgearbeitet.
- RESTARBEITEN: Von der gerissenen Fliese bis zu handfestem Baupfusch haben die Betreiber 150.000 Mängel gefunden. Hier arbeiten Firmen nach.
- SCHALLSCHUTZ: Die Großbaustelle jenseits der Baustelle: Lange bekamen die Anrainer zu schwachen Schallschutz. Ein Gericht schritt 2013 ein, die Arbeit begann weitgehend von vorn. Es geht um Fenster, Dämmungen und Lüfter für bis zu 25.500 Wohnungen.
- SANIERUNG NORDBAHN: Der Neubau übernimmt die Piste vom benachbarten Altflughafen Schönefeld. Sie muss saniert werden, doch die Behörden verlangen zunächst den Schallschutz für die Anrainer. Geplanter Baubeginn: März 2015.
- KORRUPTIONSAFFÄRE: Wegen des Bestechlichkeitsvorwurfs gegen den bisherigen Technikchef Jochen Großmann werden nun alle Vergabeverfahren überprüft, mit denen dieser zu tun hatte. Unterlegene Bewerber könnten auf Schadenersatz klagen.
- FINANZIERUNG: 4,3 Mrd. Euro sind bisher bewilligt, doch das Geld geht im Frühjahr aus. Mehdorn fordert mehr als 1,1 Mrd. Euro zusätzlich. Die Flughafeneigentümer Berlin, Brandenburg und der Bund dürfen aber nur Geld nachschießen, wenn die EU-Kommission das genehmigt. Dafür wird die Zeit langsam knapp.