Syrien-Wahl - Assad gab seine Stimme in Damaskus ab
Damaskus (APA/dpa) - Bei der Präsidentenwahl im Bürgerkriegsland Syrien hat Staatschef Bashar al-Assad unter dem Jubel seiner Anhänger in de...
Damaskus (APA/dpa) - Bei der Präsidentenwahl im Bürgerkriegsland Syrien hat Staatschef Bashar al-Assad unter dem Jubel seiner Anhänger in der Hauptstadt Damaskus seine Stimme abgegeben. Er erschien in einem Wahllokal im zentralen Stadtteil Al-Malki nicht weit vom Präsidentenpalast entfernt, wie staatliche Medien und Augenzeugen am Dienstag berichteten.
Das syrische Staatsfernsehen zeigte am Dienstagmorgen Bilder von Anhängern des Staatschefs. Sie trugen Fotos des Präsidenten bei sich, als sie vor den Wahllokalen auf die Stimmabgabe warteten. „Ich wähle die Stimme Syriens - Bashar al-Assad“, rief ein Wähler. Abgestimmt wird nur dort, wo die Regierungstruppen die Kontrolle haben. Das sind neben Damaskus und der Küstenregion vor allem die größeren Städte.
Eine Wiederwahl des Präsidenten gilt daher - obwohl es erstmals zwei Gegenkandidaten gibt - als sicher. Die beiden Mitbewerber, der kommunistische Abgeordnete Maher al-Hadshar und Ex-Staatsminister Hassan al-Nuri, sind weitgehend unbekannt und gelten als chancenlos. Prominente Oppositionelle waren faktisch ausgeschlossen, da die meisten von ihnen im Kampf gegen die Regierung stehen oder im Exil leben.
Viele der offiziell rund 15,8 Millionen Wahlberechtigten dürften wenig Möglichkeiten haben, zu einem der 9601 Wahllokale zu gelangen. Nach UN-Angaben sind mehr als 40 Prozent der gut 22 Millionen Syrer im In- und Ausland auf der Flucht.