Gläubigerbanken wollen Sorgenia-Assets später verkaufen - Medien
Rom/Wien (APA) - Die Beratungen zwischen der italienischen Verbund-Beteiligung Sorgenia und den Gläubigerbanken, bei denen die Mailänder Str...
Rom/Wien (APA) - Die Beratungen zwischen der italienischen Verbund-Beteiligung Sorgenia und den Gläubigerbanken, bei denen die Mailänder Stromgesellschaft Schulden in Höhe von 1,8 Mrd. Euro hat, sind in die Endphase getreten. Die Gläubigerbanken wollen Sorgenia komplett übernehmen und in zwei Jahren Assets der Gruppe veräußern, berichtete die Mailänder Tageszeitung „Corriere della Sera“ am Dienstag.
Sollten bis dahin dank Veräußerungen die Schulden abgebaut werden, könnten sich die Hauptaktionäre des Konzerns - die Mailänder Industrieholding CIR und Verbund - die Beträge teilen, die nach dem Schuldenabbau noch übrig bleiben, geht aus einem „Earn Out“-Vorschlag hervor, das die Geldhäuser den Sorgenia-Eigentümern vorgelegt haben und um den noch verhandelt wird.
Am heutigen Dienstag trafen sich die Geschäftsführer der Gläubigerbanken, darunter Federico Ghizzoni, Chef der Bank-Austria-Mutter UniCredit, in Mailand, um über die Zukunft von Sorgenia zu beraten. CIR-Verwaltungsratchef Rodolfo De Benedetti bestätigte, dass die Verhandlungen voranschreiten. Er konnte jedoch nicht sagen, wann es zu einer Einigung kommen dürfte.
Fest steht jedenfalls, dass die Gläubigerbanken bei Sorgenia einsteigen werden. Der Plan der Banken sieht eine Kapitalerhöhung im Ausmaß von 400 Mio. Euro vor, mit der die Geldhäuser zu Mehrheitsaktionären von Sorgenia aufsteigen würden. Damit würde die Beteiligung von CIR und Verbund auf zwei Prozent schrumpfen, heißt es.
Der Verbund, der eine 46-prozentige Beteiligung an Sorgenia hält, hat seine Italien-Beteiligung schon länger auf Null abgeschrieben und ist nicht bereit, noch Kapital in die marode Stromgesellschaft zu stecken. Interessenten für seinen Sorgenia-Anteil sucht der Verbund bisher erfolglos.
~ ISIN AT0000746409 WEB http://www.verbund.com ~ APA134 2014-06-03/10:27