EU-Wahl - Liberale: Nicht zwingend Spitzenkandidat als Präsident

Berlin (APA/dpa) - Nach Ansicht des Fraktionsvorsitzenden der Liberalen im Europaparlament, Graham Watson, muss nicht zwingend einer der Eur...

Berlin (APA/dpa) - Nach Ansicht des Fraktionsvorsitzenden der Liberalen im Europaparlament, Graham Watson, muss nicht zwingend einer der Europawahl-Spitzenkandidaten Präsident der EU-Kommission werden. Watson hält auch eine Alternative zum Spitzenkandidaten der Konservativen, Jean-Claude Juncker, für möglich.

„Wenn die Staats- und Regierungschefs jemanden an das Parlament empfehlen wollen, der nicht einer der Spitzenkandidaten ist, dann muss diese Person 100 Prozent Unterstützung zwischen den Staats- und Regierungschefs haben. Sonst gibt es keinen Grund dafür, warum es keiner der Spitzenkandidaten sein soll“, fügte Watson am Dienstag im Deutschlandfunk hinzu.

Er hoffe auf eine tiefgehende Diskussion. Man müsse sehen, wie viele der Staaten gegen Juncker seien. Drei oder vier Mitgliedsstaaten hätten „keine große Liebe für Juncker“, fügte Watson hinzu. Zudem hoffe er, dass der britische Premierminister David Cameron nicht gedroht habe, die EU zu verlassen, sollte Jean-Claude Juncker Kommissionspräsident werden. „Das wäre kein faires Prozedere.“