Obama bekräftigt Unterstützung der USA für osteuropäische Länder
Washington/Warschau (APA/AFP) - Bei einem Besuch in Polen hat US-Präsident Barack Obama seine Unterstützung für die osteuropäischen Länder i...
Washington/Warschau (APA/AFP) - Bei einem Besuch in Polen hat US-Präsident Barack Obama seine Unterstützung für die osteuropäischen Länder in der Ukraine-Krise bekräftigt. Die Verpflichtung für die Sicherheit Polens und der anderen US-Verbündeten in Ost- und Zentraleuropa sei „ein Eckpfeiler unserer eigenen Sicherheit“ und „unantastbar“, sagte Obama am Dienstag in der Hauptstadt Warschau.
Polen ist die erste Station seiner Europareise, bei der die Krise in der Ukraine und die angespannten Beziehungen zu Russland im Mittelpunkt stehen dürften. Kurz nach seiner Landung mit der Präsidentenmaschine Air Force One traf Obama am Flughafen von Warschau NATO-Piloten aus Polen und den USA, die mit F-16-Kampfflugzeugen den polnischen Luftraum überwachen. Wegen der Ukraine-Krise weitete die NATO ihre Präsenz in östlichen Mitgliedsländern wie Polen und den baltischen Staaten aus, die USA verlegten auch Soldaten in die Region.
Der polnische Präsident Bronislaw Komorowski sagte, die Sicherheit Polens und der gesamten Region sei in der Zusammenarbeit mit den USA „verwurzelt“. Das zeige auch die Präsenz von US-Soldaten in Polen in der Ukraine-Krise.
Am Mittwoch will Obama in Warschau an den Feierlichkeiten zum 25. Jahrestag der ersten halbfreien Wahlen nach dem Ende der kommunistischen Herrschaft teilnehmen und dabei mehrere Staats- und Regierungschefs aus Zentral- und Osteuropa treffen. Obama sagte am Dienstag, es eine besondere Ehre, bei den Feierlichkeiten „zur Wiedergeburt der polnischen Demokratie“ dabei zu sein. Auch Bundespräsident Heinz Fischer und Frankreichs Präsident Francois Hollande wollen daran teilnehmen. In Warschau will Obama zudem den künftigen ukrainischen Präsidenten Petro Poroschenkow treffen, der am Samstag vereidigt werden soll.
Anschließend reist Obama weiter zum Gipfel der sieben weltweit führenden Industriestaaten (G-7) in Brüssel. Ursprünglich war das Treffen als G-8-Gipfel mit Russland im südrussischen Sotschi geplant worden. Wegen der Ukraine-Krise sagten die westlichen Staaten den Gipfel im G-8-Format aber ab und setzten die Zusammenarbeit in der G-8-Gruppe auf Regierungsebene aus.
Am Freitag will Obama in Frankreich an den Feierlichkeiten zum 70. Jahrestag der Alliiertenlandung in der Normandie teilnehmen, zu denen auch die deutsche Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU), die britische Königin Elizabeth II. und der russische Staatschef Wladimir Putin erwartet werden. Nach Angaben des Weißen Hauses ist aber kein Zweiertreffen zwischen Obama und Putin geplant.