Salzburger Pfingstfestspiele: Cecilia Bartolis Fest „Rossinissimo“

Salzburg (APA) - Cecilia Bartoli gibt Gas. Noch nie gab es bei den Salzburger Pfingstfestspielen (heuer von 5. bis 9. Juni) zwei szenische O...

Salzburg (APA) - Cecilia Bartoli gibt Gas. Noch nie gab es bei den Salzburger Pfingstfestspielen (heuer von 5. bis 9. Juni) zwei szenische Opernproduktionen. Aber die künstlerische Leiterin des Festivals nimmt ihren Festivaltitel „Rossinissimo“ wörtlich und bringt mit „Cenerentola“ eine Buffa und mit „Otello“ eine Tragödie des „genialen Genießers“ Gioachino Rossini in die Salzburger Festspielhäuser.

Insgesamt sind es zehn Produktionen, die Bartoli organisiert und teilweise als Sopranistin in tragenden Rollen mitgestaltet. So wird sie in der „Cenerentola“ (Premiere am 5. 6., Wiederholung am 7. 6.) die Titelrolle geben, und im „Otello“ (9. 6.) singt die Intendantin die „Desdemona“. Auch in der „Rossini-Gala“ wird Bartoli zu hören sein, und als Draufgabe studiert das Salzburger Marionettentheater einen neuen „Il Barbiere di Siviglia“ auf Basis einer Bartoli-Aufnahme ein.

Für das Salzburger „Aschenbrödel“ (Cenerentola, Übers.) werden Jean-Christophe Spinosi, sein Ensemble Matheus und der Wiener Staatsopernchor die musikalische Verantwortung übernehmen. Regie führt Damiano Michieletto, der seine Inszenierung frech, witzig und modern angelegt hat, wie ein Probebesuch vor wenigen Tagen verriet. Der „Otello“ stammt vom Regieteam Moshe Leiser und Patrice Caurier und ist eine Übernahme aus dem Opernhaus Zürich.

Weiters auf dem Programm stehen Kastraten-Arien mit Countertenor Franco Fagioli, eine Klaviermatinee mit David Fray, Rossinis „Stabat Mater“ (Maria Agresta und Sonia Ganassi singen statt Krassimira Stoyanova und Elina Garanca), eine „Kleine Messe“, eine Liedmatinee mit Joyce DiDonato sowie ein Gala Diner „a la Rossini“, für das Bartoli die spanische Starköchin Elena Arzak engagiert hat. Und - nicht zu vergessen - die „Rossini-Gala“, bei der Topstars der gegenwärtigen und vergangenen Opernwelt zu erleben sein werden. Zwar haben Agnes Baltsa, Montserat Caballe, Montserat Marti und Leo Nucci abgesagt, aber die Liste der Sänger liest sich mit Teresa Berganza, Vesselina Kasarova, Ildebrando d‘Arcangelo, Javier Camarena, Jose Carreras, Ruggero Raimondi oder Erwin Schrott noch immer außergewöhnlich prominent.

Mit der Ausstellung „Rossinimania“ sowie diversen Opernverfilmungen rundet Sängerin und Intendantin Bartoli ihr drittes Programm für die Salzburger Pfingstfestspiele ab. Es gibt Restkarten.

(S E R V I C E - http://www.salzburgerfestspiele.at)