Chefposten für EU-Vertretung in Wien muss nicht ausgeschrieben werden
Wien (APA) - Der Chefposten für die Vertretung der EU-Kommission in Österreich muss nicht offiziell ausgeschrieben werden. Die Kommission ha...
Wien (APA) - Der Chefposten für die Vertretung der EU-Kommission in Österreich muss nicht offiziell ausgeschrieben werden. Die Kommission habe auch die Möglichkeit, „einen Kollegen oder eine Kollegin ohne Ausschreibung nach Wien zu versetzen“, sagte der Interimsleiter der EU-Vertretung in Wien, Johann Sollgruber, am Dienstag zur APA. Ob die Besetzung noch durch alte oder neue Kommission erfolgt, sei offen.
Sollgruber leitet die EU-Vertretung in Österreich seit 1. Juni interimistisch, nachdem der bisherige Chef Richard Kühnel nach Berlin wechselte. Der Grazer trat sein Amt als Leiter der Kommissionsvertretung in der deutschen Hauptstadt ebenfalls per 1. Juni an.
Solllgruber (50) war von 2012 an politischer Berichterstatter an der EU-Vertretung, er arbeitet in EU-Institutionen seit dem Beitritt Österreichs. Mitte der 1990er-Jahre ging er nach Brüssel, wo er später unter anderem mit EU-Regionalkommissar Johannes Hahn arbeitete, aber auch mit Steueroasen und Bankgeheimnis befasst war.
Einen Zeitplan für die Bestellung der Nachfolge Kühnels gibt es nicht. Eine Besetzung ohne Ausschreibung ist ein Verfahren, das für die EU-Kommission nicht unüblich ist.