Burschenschafter rüsten zum „Fest der Freiheit“
Wien – Die Polizei in der Bundeshauptstadt bereitet sich auf das umstrittene „Fest der Freiheit“ vor. Rechte Burschenschafter planen für Mit...
Wien –Die Polizei in der Bundeshauptstadt bereitet sich auf das umstrittene „Fest der Freiheit“ vor. Rechte Burschenschafter planen für Mittwoch Abend eine „Marschkundgebung“, diese wurde vom Verein „Forschungsgesellschaft Revolutionsjahr 1848“ angemeldet, teilte die Polizei mit.
Ebenfalls einen Demonstrationszug für heute angemeldet hat die „Offensive gegen Rechts“, die bereits Proteste gegen den Akademikerball im Jänner sowie gegen die Kundgebung der rechtsgerichteten „Identitären“ Mitte Mai organisiert hatte. Polizeisprecher Johann Golob appellierte an alle Kundgebungsteilnehmer, auf Gewalt zu verzichten. „Wir setzen voll auf Dialog und Deeskalation, sind in Kontakt mit allen Anmeldern.“ Es werden „zig Hunderte Beamte“ im Einsatz stehen, auch aus den Bundesländern. Wenn nötig, könne man auch weitere Kräfte anfordern.
Kritik am geplanten „Fest der Freiheit“, welches sich in burschenschaftlicher Tradition versteht, hat die Israelitische Kultusgemeinde geübt. Am 4. Juni würden Burschenschaften des Wiener Korporationsrings in Wien „aufmarschieren“, so die Kultusgemeinde. Ein „wesentliches Merkmal der deutschnationalen Bewegung, deren Teil die Burschenschaften sehr früh wurden und nach wie vor sind“, sei es gewesen, „Freiheitsrechte anderen nicht zu gewähren und Antisemitismus zu verbreiten“, so IKG-Generalsekretär Raimund Fastenbauer. (TT, APA)