Prozess in Wiener Neustadt 2 - „Schlamperei der Staatsanwaltschaft“
Wiener Neustadt (APA) - Nach der Mittagspause im Mordprozess am Landesgericht Wiener Neustadt platzte Verteidiger Michael Dohr der Kragen: „...
Wiener Neustadt (APA) - Nach der Mittagspause im Mordprozess am Landesgericht Wiener Neustadt platzte Verteidiger Michael Dohr der Kragen: „Das ist eine große Schlamperei der Staatsanwaltschaft“, stieß sich der Anwalt an dem Faktum, dass man in der Anklagebehörde offensichtlich vergessen hatte, die Krankengeschichte des angeblich vergifteten Opfers - es geht um das Down-Syndrom - dem Gerichtsmediziner weiterzuleiten.
Damit würden die Zweifel an der in der Anklageschrift angenommenen Todesursache wachsen. Es soll ja durch die Verabreichung eines opiathaltigen Schmerzmittels bei der 46-jährigen Frau ein Herz- und Atemstillstand hervorgerufen worden sein.
Nunmehr ändert sich auch der Prozessplan: Bis Donnerstag wird zwar weiterverhandelt, ein Urteil wird es aber erst am 15. Juli geben, wenn der Gutachter seine Expertise fertig hat.