Familien - ÖIF analysiert familienpolitische Maßnahmen

Wien (APA) - Das Österreichische Institut für Familienforschung analysiert derzeit die Wirkung der familienpolitischen Maßnahmen des Bundes....

Wien (APA) - Das Österreichische Institut für Familienforschung analysiert derzeit die Wirkung der familienpolitischen Maßnahmen des Bundes. Ein abschließender Bericht soll 2015 vorliegen, erklärte ÖIF-Leiter Wolfgang Mazal gegenüber der APA. Das Institut feierte am Dienstag sein 20-jähriges Bestehen.

Sechs familienpolitische Zielsetzungen wie beispielsweise die Verringerung von familiären Notlagen oder die Erleichterung von Vereinbarkeit von Familie und Beruf wurden für die Wirkungsanalyse auf sechs Module umgelegt, erläuterte Mazal. Drei Module sind bereits abgeschlossen. Schon durchgeführt wurde etwa eine repräsentative Umfrage zu den Instrumenten der Familienpolitik, wobei sich etwa herausgestellt habe, dass die bestehenden Maßnahmen von der Bevölkerung weitgehend positiv bewertet würden. Derzeit beschäftigen sich die Forscher mit psychosozialen Unterstützungsleistungen sowie Armutsvermeidung und Chancenangleichung.

Ein Thema, mit dem sich das Institut künftig wohl stärker auseinandersetzen wird, sind die Paarbeziehungen, die ja grundsätzlich Voraussetzung für Familiengründung seien, meinte Mazal. Dabei gehe es etwa um die Frage, wie eine stabile Paarbeziehung gelingen könne. Weiterhin Thema bleiben werde beispielsweise auch die Schnittstelle Familienforschung zu Betriebswirtschaft, also die Familienfreundlichkeit von Unternehmen. Quer durch alle Bereiche durchziehen werde sich außerdem die Frage der Multikulturalität.

Das ÖIF wird von der Republik finanziert - es schlägt dem Familienministerium Forschungsthemen vor. Von der Politik gekauft sei man deshalb nicht, betonte Mazal: Nicht alles, was das Institut mache, werde von allen gerne gesehen. Aber die Politik hätte auch nichts davon, wenn man ihr nach dem Mund reden würde, glaubt Mazal. Wichtig sei auch, dass die Ergebnisse der Öffentlichkeit zugänglich seien.