In südserbischem Massengrab bisher mindestens 34 Leichen entdeckt
Belgrad/Pristina (Prishtina) (APA) - In einem Massengrab in der südserbischen Ortschaft Rudnica, dicht an der Grenze zum Kosovo, sind seit B...
Belgrad/Pristina (Prishtina) (APA) - In einem Massengrab in der südserbischen Ortschaft Rudnica, dicht an der Grenze zum Kosovo, sind seit Beginn der Ausgrabungen Ende April mindestens 34 Leichen entdeckt worden. Dies teilte die serbische Vermisstenkommission am Dienstag mit. Die Untersuchung des Massengrabes soll weiter fortgesetzt werden.
Bei den Opfern handelt es sich vermutlich um Kosovo-Albaner, die beim Abzug der serbischen Sicherheitskräfte vom Kosovo im Juni 1999 in dem aufgegebenen Steinbruch in Rudnica begraben wurden. In den letzten Jahren wurde laut Augenzeugenberichten wiederholt nach dem mutmaßlichen Massengrab gesucht, jedoch wurde es erst Ende 2013 unter den Fundamenten eines im Steinbruch nach dem Kosovo-Krieg errichteten Gebäudes entdeckt.
Nach Angaben der Vermisstenkommission soll im Steinbruch demnächst auch die Untersuchung eines weiteren mutmaßlichen Massengrabes beginnen.
An der Identifizierung der entdeckten Leichen arbeiten derzeit sowohl serbische als auch internationale Gerichtsmediziner, Mitglieder der EU-Rechtsstaatsmission im Kosovo (EULEX).
Früheren Medienberichten zufolge dürften in Rudnica zwischen 250 und 400 Leichen begraben sein.