Europas Börsen wenig bewegt - Zurückhaltung vor Daten und EZB-Sitzung

Frankfurt am Main (APA) - Die Leitbörsen in Europa haben am Mittwoch im Frühhandel wenig verändert tendiert. Der Euro-Stoxx-50 stand gegen 1...

Frankfurt am Main (APA) - Die Leitbörsen in Europa haben am Mittwoch im Frühhandel wenig verändert tendiert. Der Euro-Stoxx-50 stand gegen 10.30 Uhr mit einem kleinen Minus von 0,14 Prozent bei 3.236,55 Punkten. Der DAX in Frankfurt legte zaghaft um 0,04 Prozent auf 9.924,00 Punkte zu. In London zeigte sich der FT-SE-100 ebenfalls mit einem moderaten Aufschlag von 0,04 Prozent auf 6.838,71 Punkten.

Marktteilnehmer verwiesen auf abwartenden Investoren im Vorfeld wichtiger US-Arbeitsmarktdaten und der am morgigen Donnerstag anstehenden EZB-Zinsentscheidung. Zudem sei laut Einschätzung der Helaba-Analysten in einer fundamentalen Betrachtungsweise bereits sehr viel Positives auf dem aktuellen Kursniveau eingepreist.

In einer Branchenbetrachtung präsentierten sich Ölwerte schwach. Repsol gaben 3,74 Prozent ab. Nach einem jahrelangen Richtungsstreit zieht sich der mexikanische Staatskonzern Pemex weitgehend aus dem spanischen Erdölunternehmen zurück. Pemex verkaufe einen Anteil von 7,86 Prozent für rund 2,2 Milliarden Euro, teilte die Citigroup mit, die den Verkauf abwickelt.

Eni fielen um 1,17 Prozent und Total gaben 0,57 Prozent nach. Shell-Papiere schwächten sich um 0,82 Prozent. In einem Chemiewerk des Ölkonzerns in den Niederlanden haben mehrere Explosionen einen Großbrand ausgelöst.

Tesco-Aktien ermäßigten sich leicht um 0,10 Prozent. Die größte britische Supermarktkette hat noch kein Mittel im Preiskampf gegen Diskonter wie Aldi oder Lidl gefunden. Der Konzern fuhr in den vergangenen drei Monaten beim Umsatz das schlechteste Quartalsergebnis seit mindestens 14 Jahren ein. Die Erlöse in den britischen Geschäften, die schon mindestens ein Jahr geöffnet sind, schrumpften bis Ende Mai um knapp vier Prozent.

Die Aktien deutscher Autobauer rückten nach Absatzzahlen aus den USA ins Blickfeld. Ein Händler wertete insbesondere die Zahlen von BMW positiv. Die Münchener hätten etwas an Dynamik gewonnen, während die Entwicklung beim Rivalen Daimler etwas weniger dynamisch gewesen sei. BMW-Anteilscheine bremsten dennoch um 1,02 Prozent und Daimler gaben 0,80 Prozent nach.

Der enttäuschende Ausblick eines Wettbewerbers in den USA hat Aktien aus der Softwarebranche belastet. Die Papiere des zweitgrößten deutschen Anbieters Software AG knickten 2,64 Prozent ein und SAP verbilligten sich um 1,13 Prozent.

~ ISIN EU0009658145 ~ APA146 2014-06-04/10:45