USA setzen nach Wahlsieg Al-Sisis auf „strategische Partnerschaft“
Kairo/Washington (APA/AFP) - Die USA setzen nach dem Sieg des früheren Armeechefs Abdel Fattah al-Sisi bei der Präsidentschaftswahl in Ägypt...
Kairo/Washington (APA/AFP) - Die USA setzen nach dem Sieg des früheren Armeechefs Abdel Fattah al-Sisi bei der Präsidentschaftswahl in Ägypten auf eine „strategische Partnerschaft“ mit der neuen Staatsführung. Es gebe „viele gemeinsame Interessen der Vereinigten Staaten und Ägyptens“, hieß es in einer Mitteilung des Weißen Hauses in Washington vom Mittwoch. US-Präsident Barack Obama wolle bald mit Al-Sisi sprechen.
Zugleich rief die US-Regierung Kairo zu Reformen im Bereich der Menschenrechte auf. Al-Sisi war am Dienstag offiziell zum Sieger der Präsidentschaftswahl erklärt worden. Amtlichen Angaben zufolge erreichte er bei einer Wahlbeteiligung von 47,45 Prozent eine Zustimmung von 96,9 Prozent. Al-Sisis Konkurrent, der Linkspolitiker Hamdeen Sabbahi, kam demnach auf drei Prozent der Stimmen. Die Muslimbrüder, deren Mitglieder und Anhänger nach einem Armeeputsch gegen den aus ihren Reihen stammenden Staatschef Mohammed Mursi im Juli vergangenen Jahres zu hunderten getötet worden waren, hatten zum Boykott der Wahl aufgerufen.