Basketball: Spurs wollen im NBA-Finale Miamis „Three-Peat“ verhindern

San Antonio (Texas)/Miami (APA/Si/Reuters) - Im Kampf um den NBA-Titel bleibt alles beim Alten. Vizemeister San Antonio Spurs gegen Champion...

San Antonio (Texas)/Miami (APA/Si/Reuters) - Im Kampf um den NBA-Titel bleibt alles beim Alten. Vizemeister San Antonio Spurs gegen Champion Miami Heat heißt es auch heuer wieder in der Finalserie der US-Basketball-Eliteliga. Die Spurs, die im vergangenen Jahr mit 3:4 Siegen unterlagen, wollen den sogenannten „Three-Peat“ der Heat - den dritten Triumph in Serie - verhindern. Spiel eins geht in der Nacht auf Freitag in San Antonio in Szene.

Nur 5,2 Sekunden fehlten den Spurs im letztjährigen Finale, um zum fünften Mal in der Franchise-Geschichte und zum ersten Mal seit 2007 den Titel zu gewinnen. Ray Allen rettete Miami in Spiel sechs per Dreier in die Verlängerung, wo sich das Team um LeBron James mit 103:100 durchsetzte. Den folgenden Showdown gewann die Heat vor eigenem Publikum 95:88.

San Antonios Altstar Tim Duncan fasste den Gemütszustand der Spurs vor dem Startschuss ins diesjährige Finale zusammen. „Wir sind glücklich, dass es wieder die Heat ist. Wir haben noch immer dieses ungute Gefühl in uns“, betonte der 38-Jährige in Bezug auf die „niederschmetternde Niederlage“ von 2013. Duncan wurde mit den Spurs bereits viermal Meister.

Eine der meist gestellten Fragen lautet nun: Hat Duncan bald an fünf Fingern einen Meisterring oder schafft „King“ James mit Miami den „Three-Peat“? Die Heat können nach den Boston Celtics, Chicago Bulls und Los Angeles Lakers als viertes Team dreimal hintereinander den Titel holen. Zuletzt gelang dies den Lakers von 2000 bis 2002. „Sie wollten uns im Finale, sie wollen diesen Titel. Und wir werden bereit sein für diese Herausforderung“, stellte James klar.

Miamis Superstar war schon im Vorjahr überragender Mann der Serie. Neben dem wohl beste Basketballer der Gegenwart, der immer wieder an Michael Jordan gemessen wird, darf Miami auch auf Dwyane Wade und Chris Bosh vertrauen. Es könnte sein, dass diese drei in den kommenden Finalpartien letztmals miteinander auflaufen werden. James, Wade und Bosh könnten im Juli alle „Free Agents“ werden.

Auf dem Weg ins Finale setzte sich der Titelverteidiger gegen Charlotte (4:0 Siege), Brooklyn (4:1) und Indiana (4:2) durch. Die Spurs hingegen hatten Mühe gegen Dallas (4:3), ehe Portland (4:1) und im Halbfinale Oklahoma City (4:2) ausgeschaltet wurden. Als entscheidende Spieler im Team von Langzeittrainer Gregg Popovich erwiesen sich einmal mehr die Routiniers Duncan, Manu Ginobili (36) und Tony Parker (32).

Um den Gesundheitszustand des Franzosen herrschte zuletzt Unklarheit. In Spiel sechs gegen Oklahoma musste Parker wegen einer Verletzung am linken Knöchel, die ihn schon seit Wochen plagt, in der Entscheidung passen. Wie die Spurs am Mittwoch vermeldeten, wird der Point Guard in Spiel eins gegen Miami aber mit von der Partie sein.

In der diesjährigen Finalserie liegt der Heimvorteil bei den Spurs, die im Grunddurchgang (62 Siege, 20 Niederlagen) besser abgeschnitten haben als der Titelverteidiger (54:28). Die ersten zwei Partien werden in Texas ausgetragen, die folgenden zwei in Florida. Danach würde der Heimvorteil in jedem Spiel wechseln. Von 1985 bis 2013 war im NBA-Finale im 2-3-2-Modus gespielt worden, nun wurde zurück zum 2-2-1-1-1 gewechselt. Geht die Finalserie wiederum über die volle Distanz, steht der Champion erst am 20. Juni fest.

Die Sympathien sind klar verteilt. Eine ESPN-Umfrage ergab, dass bis auf Florida die Mehrheit der Menschen in den 49 anderen Bundesstaaten den Spurs die Daumen drückt. Dieses Ergebnis überrascht nicht. Die Heat polarisieren wie kein anderes Team - entweder man liebt sie, oder man hasst sie.

Programm NBA-Finalserie (jeweils Ortszeit):

Spiel 1 am Donnerstag: San Antonio Spurs - Miami Heat; Spiel 2 am Sonntag: San Antonio - Miami; Spiel 3 am Dienstag, 10.6.: Miami - San Antonio; Spiel 4 am Donnerstag, 12.6.: Miami - San Antonio; Spiel 5 * am Sonntag, 15. Juni: San Antonio - Miami; Spiel 6 * am Dienstag, 17. Juni: Miami - San Antonio; Spiel 7 * am Freitag, 20. Juni: San Antonio - Miami

* falls nötig