Porträt in Ehrengalerie: Gerhard Klingenberg hängt nun im Burgtheater
Wien (APA) - Nun hängt auch er im Burgtheater: Altdirektor Gerhard Klingenberg hat kurz vor seinem 85. Geburtstag am 11. Juni sein eigenes P...
Wien (APA) - Nun hängt auch er im Burgtheater: Altdirektor Gerhard Klingenberg hat kurz vor seinem 85. Geburtstag am 11. Juni sein eigenes Porträt in der Ehrengalerie des Hauses erhalten. In einem prominent besetzten Festakt wurde das Bild des einstigen Burgchefs (von 1971 bis 1976) am Mittwoch feierlich enthüllt - als 200. Ehrenporträt in der Burg.
Im roten Sakko und mit weiß-blau-gestreiftem Hemd blickt der einstige Intendant auf dem Bild von Kristina Hadjeva am Betrachter vorbei nach rechts oben. „Der Burgtheaterdirektor ist wie Jesus Christus: Das ist ein armer Teufel und ein Gott“, erinnerte sich Klingenberg in seiner Dankesrede an seine Direktionszeit.
Seine amtierende Nachfolgerin Karin Bergmann unterstrich die Bedeutung, welche die Traditionspflege mit der Ehrengalerie am Haus habe: „Das zeigt, dass hier alles immer in Bewegung ist und man sich trotzdem erinnert.“ Burgtheater-Doyen Michael Heltau verweigerte zum Auftakt seiner Rede eigentlich die klassische Laudatio: „Wer aufgehängt wird, wird nicht gelobt.“ Diesen Grundsatz konnte der Schauspieler dann aber selbstredend nicht durchhalten. Theater sei im Idealfall immer ein Staffellauf der Generationen: „Gerhard Klingenberg hat uns das wunderbar vorgeführt.“
Auch Kulturminister Josef Ostermayer (SPÖ) gratulierte dem Porträtierten, auch wenn er keine persönlichen Anekdoten aus dessen Direktionszeit besteuern könne: „Ich war zu seiner Zeit an der Grenze zum Burgenland in der Schule.“ Anders war dies bei der Mehrheit der Gäste, unter die sich etwa Volksopern-Chef Robert Meyer, Erwin Steinhauer, Ioan Holender oder Andreas Khol mischten.