Über Pfingsten zur Erleuchtung
Vorwärts-Parteichef Hansjörg Peer ist bemüht, den Ball flach zu halten. Landtagsabgeordnete Andrea Krumschnabel sei im Einsatz. „Wir arbeite...
Vorwärts-Parteichef Hansjörg Peer ist bemüht, den Ball flach zu halten. Landtagsabgeordnete Andrea Krumschnabel sei im Einsatz. „Wir arbeiten weiter“, sagt Peer. Die Abgeordnete hatte für ordentlichen Wirbel bei Vorwärts gesorgt. Wie berichtet, hatte sie Hans Lindenberger als Klubobmann in Frage gestellt. Selbst Avancen, samt Mandat zu einer anderen Partei zu wechseln, wurden Krumschnabel nachgesagt. Sie setze auf eine Aussprache im erweiterten Kreis der Partei, erklärte Krumschnabel gestern. Vom Tisch seien ihre Anliegen noch nicht. „Mehr will ich dazu nicht sagen.“ Geht Krumschnabel, verliert der vierköpfige Vorwärts-Landtagsklub ein Mandat, Krumschnabel könnte auch zur „One-Woman-Show“ und damit zur wilden Abgeordneten werden. Nach Pfingsten soll das Gespräch stattfinden. Klubobmann Hans Lindenberger will in Amt und Würden bleiben. Er werde rechtzeitig gehen, um die personellen Weichen für die nächsten Landtagswahlen 2018 stellen, heißt es in der Partei. Nur wann „rechtzeitig“ ist, darüber gibt es Auffassungsunterschiede. Würde Lindenberger ausscheiden, soll der Innsbrucker Rechtsanwalt und Neffe von Alt-LH Alois Partl, Herbert Partl, nachrücken. Diesem Ziel steht allerdings Lucas Krackl im Weg. Er war vor Partl auf der Landesliste gereiht und ist Klubobmann bei Für Innsbruck, der Partei der Bürgermeisterin Christine Oppitz-Plörer. Diese hatte ebenso wie Ex-VP-Landesrätin Anna Hosp Vorwärts mitbegründet.
Nach Pfingsten will auch Nationalrat Max Unterrainer entscheiden, ob er um den SPÖ-Parteichef rittert oder nicht. „Ich gehe noch immer mit der Idee schwanger“, erklärte Unterrainer gestern. Nun, bis 13. Juni muss das Baby auf der Welt sein. Dann endet die Bewerbungsfrist. Ende Juni ist der Parteitag samt Obmannwahl angesetzt. Klarer Favorit und designierter Vorsitzender ist der Roppener Bürgermeister Ingo Mayr. Der Oberländer wurde von Klubobmann Gerhard Reheis geholt. Unterrainer hadert mit sich selbst. Vor allem aus dem Unterland spüre er Rückhalt und die Erwartungshaltung, „dass ich antrete“. Tritt er nicht an, will Unterrainer Mayrs Stellvertreter werden. So oder so, die Partei brauche Erneuerung, sagt er. (aheu)