Langlauf: Kowalczyk sprach in Interview offen über Depressionen

Warschau (APA/AFP) - Langlauf-Olympiasiegerin Justyna Kowalczyk hat in einem Interview offenbart, an Depressionen zu leiden. In einem sehr p...

Warschau (APA/AFP) - Langlauf-Olympiasiegerin Justyna Kowalczyk hat in einem Interview offenbart, an Depressionen zu leiden. In einem sehr persönlichen Gespräch mit der polnischen Zeitung „Gazeta Wyborcza“, das am Mittwoch veröffentlicht wurde, sagte die 31-Jährige, dass es ihr seit über einem Jahr gesundheitlich sehr schlecht gehe. Sie habe einen Nervenzusammenbruch erlitten und um ihr „Überleben“ gekämpft.

„Seit über einem Jahr leide ich an Depressionen, seit mehr als eineinhalb Jahren an Schlaflosigkeit“, gestand die polnische Klassik-Spezialistin, die 2010 in Vancouver und 2014 in Sotschi Olympia-Gold gewann. „Ich kämpfe ständig gegen meinen Körper, gegen die permanente Übelkeit, gegen Ohnmachtsgefühle und Ängste, gegen Fieberschübe von bis zu 40 Grad.“ Kowalczyk sprach sogar von einem „Wettlauf gegen den Tod“.

Anfang Mai dieses Jahres habe sie „einen klassischen Nervenzusammenbruch“ gehabt, berichtete die Sportlerin. Dieser sei die Folge einer vor über einem Jahr erlittenen Fehlgeburt und einer persönlichen Enttäuschung gewesen.

Im Herbst 2013 wollte sie „mit dem Sport aufhören“, um ihr Leben neu zu ordnen. Seit kurzem nehme sie bei einem Psychotherapeuten professionelle Hilfe in Anspruch, sagte die vierfache Gesamtweltcup-Siegerin, die ihre Probleme zuvor auch gegenüber ihrer Familie immer verschwiegen hat.