„Fest der Freiheit“: Mehrere 100 Teilnehmer bei Gegendemonstration
Wien (APA) - Am späten Mittwochnachmittag hat sich die von der „Offensive gegen Rechts“ organisierte Gegendemonstration gegen das burschensc...
Wien (APA) - Am späten Mittwochnachmittag hat sich die von der „Offensive gegen Rechts“ organisierte Gegendemonstration gegen das burschenschaftsnahe „Fest der Freiheit“ auf der Wiener Ringstraße in Gang gesetzt. 800 (laut Polizei) bis 2.000 (laut Veranstalter) Personen hatten sich gegen 18:00 Uhr vor der Wiener Universität zu der Kundgebung eingefunden.
Der Demonstrationszug bewegte sich in Richtung Schwarzenbergplatz und sollte später über den Stephansplatz und die Innenstadt wieder zur Universität zurückführen. Unter dem Motto „No Pasaran“ (kein Durchkommen) bewegten sich die Demonstranten unter Sprechchören wie „Alerta, Alerta, Antifascista“ oder „Hoch die internationale Solidarität“ über die gesperrte Ringstraße. Mit Transparenten wie „Nazis raus“ oder „Fasching ist vorbei“ wurde gegen das von dem Verein „Forschungsgesellschaft Revolutionsjahr 1848“ organisierte „Fest der Freiheit“ protestiert. Zwischenfälle gab es vorerst keine.
Keine Spur von linkem Unmut gab es indes rund um den Veranstaltungsort der rechten Veranstaltung selbst. Das Gebiet rund um das Palais Palffy, wo die „Forschungsgesellschaft Revolutionsjahr 1848“ ihre Podiumsdiskussion geplant hatte, war weiträumig abgesperrt. Die angekündigte Demonstration der Burschenschafter vor der Veranstaltung blieb aus. Zu vermuten ist, dass diese lediglich zum Schutz der Besucher angemeldet worden war. Der Andrang bei der Veranstaltung blieb überschaubar, geschätzte 40 Gäste waren vor Beginn im Innenstadtpalais.
Vor dem Eingang des Palais stand Organisator Peter Krüger den Journalisten Rede und Antwort. Seine „Forschungsgesellschaft“ wolle sich mit den positiven Seiten der 1848er-Revolution beschäftigen, auch negative Seiten gebe es selbstverständlich, gab er zu. Hauptredner wird der ehemalige Dritte Nationalratspräsident, Wilhelm Brauneder (FPÖ), sein. Organisator Krüger fühlte sich jedenfalls von der Polizei gut beschützt und betonte, dass das riesige Polizeiaufgebot lediglich aufgrund der massiven Gegendemonstrationen notwendig sei.
Einzelheiten zu möglichen weiteren Kundgebungen wollte Krüger nicht bekannt geben. Dass es nach Ende der Veranstaltung doch noch zu einem „Aufmarsch“ kommen soll, sah er nicht so. Die Burschenschafter seien lediglich gezwungen, aus Sicherheitsgründen in der Gruppe den Veranstaltungsort zu verlassen.