„Fest der Freiheit“: Burschenschafterzug ohne Zwischenfälle
Wien (APA) - Ohne Zwischenfälle ist der „Spaziergang“ der Burschenschafter nach dem „Fest der Freiheit“ durch die Wiener Innenstadt verlaufe...
Wien (APA) - Ohne Zwischenfälle ist der „Spaziergang“ der Burschenschafter nach dem „Fest der Freiheit“ durch die Wiener Innenstadt verlaufen. Lediglich eine Handvoll Demonstranten skandierte an den Absperrungen Parolen. Gezogen sind die Burschenschafter vom Palais Palffy, wo sich zuvor laut Polizeiangaben 200 Personen eingefunden hatten, in ein Wiener Innenstadtlokal.
Bereits um 21.00 Uhr war der als „Spaziergang“ angekündigte Zug der „Forschungsgesellschaft Revolutionsjahr 1848“ beendet. Ein schwarzer Kranz mit deutscher und österreichischer Fahne bildete die Spitze des Umzugs, der an zwei Stellen Halt machte. Vorträge an den historischen Plätzen wurden nur durch wenige Gegendemonstranten gestört.
Zu einem Gesangsduell zwischen Demonstranten und Burschenschaftern ist es vor dem Palais Niederösterreich in der Herrengasse gekommen. Dort konkurrierte man gegenseitig mit „Ihr habt den Krieg verloren“ und „Die Gedanken sind frei“. Auch die grüne Nationalratsabgeordnete Sigrid Maurer versuchte an dieser Stelle mit einer kleinen Gruppe, den Burschenschaftern Paroli zu bieten. Schlusspunkt des Umzugs war ein „gemütliches Beisammensein“ in einem Lokal nahe dem Schottentor.
Zuvor hatte im Palais Palffy eine durch die Polizei gut abgeschirmte Veranstaltung der „Forschungsgesellschaft“ stattgefunden, bei der der ehemalige Dritte Nationalratspräsident Wilhelm Brauneder (FPÖ) die Rede hielt. „Man hält oft Vorträge unter besonderen Umständen“, erzählte dieser. Die Aufregung an diesem Tag sei ihm aber neu. „Aber das macht die Sache ein bisschen spannender“, fand Brauneder.
Nahe des Wiener Innenstadtlokals, wo sich die Burschenschafter eingefunden hatten, versammelten sich noch etliche Demonstranten. Auch das Polizeiaufgebot riss vorerst nicht ab. Der Ring ist mittlerweile wieder freigegeben, in der Innenstadt gibt es aber noch teilweise Straßensperren, etwa in der Schottengasse.
Entgegen Meldungen in sozialen Netzwerken gab es laut Polizei bisher keine Festnahmen.