Putin: USA sollen Vorwurf der Militärintervention in Ukraine belegen

Paris (APA/AFP) - Der russische Präsident Wladimir Putin verlangt von den USA Beweise für den Vorwurf, Gegner der ukrainischen Übergangsregi...

Paris (APA/AFP) - Der russische Präsident Wladimir Putin verlangt von den USA Beweise für den Vorwurf, Gegner der ukrainischen Übergangsregierung im Osten des Landes militärisch zu unterstützen.

Im französischen Rundfunk entgegnete der Kreml-Chef am Mittwoch auf den Hinweis eines Journalisten, die USA hätten von „Beweisen“ für Waffenlieferungen und Hilfskämpfer für die prorussischen Kräfte im Nachbarland gesprochen: „Beweise? Dann sollen sie die auch zeigen!“ Es gebe „weder russische Soldaten noch ‚russische Berater‘ in der Ukraine - und es hat dort nie welche gegeben“.

In dem Interview mit dem Fernsehsender TF1 und Radio Europe1 verwies Putin darauf, dass die USA schon zur Begründung ihrer Militärintervention im Irak im UN-Sicherheitsrat „mit einem Reagenzrohr mit Waschmittel herumgefuchtelt“ und darauf beharrt hätten, dass Massenvernichtungswaffen entdeckt worden seien. „Letztlich sind US-Truppen in den Irak einmarschiert, (Machthaber) Saddam Hussein wurde gehängt, und später kam heraus, dass es niemals Massenvernichtungswaffen im Irak gegeben hat.“

Zugleich signalisierte Putin seine Bereitschaft, den gewählten ukrainischen Präsidenten Petro Poroschenko am Rande der Feierlichkeiten zum 70. Jahrestag der Landung der Alliierten in der Normandie am Freitag zu treffen. Auf die Frage, ob er seinem Gegenpart begegnen und die Hand schütteln werde, sagte der Kreml-Chef: „Ich habe nicht vor, irgendjemanden zu meiden.“ Es werde mehrere Gäste des Festakts zum D-Day geben, und er werde keinem von ihnen aus dem Weg gehen. „Ich werde mit ihnen allen sprechen“, sagte Putin. Poroschenko hatte seinerseits nicht ausgeschlossen, dass er in der Normandie auch Putin treffen könne.