Landespolitik

Ein Weg in Etappen zum neuen Lienzer Hauptplatz

Für eine Komplettsanierung fehlt der Stadt derzeit das Geld. Ohne finanzielles Zutun der Geschäftsleute wird es keine Neugestaltung geben, droht Blanik.

Von Claudia Funder

Lienz –Thema ist die Neugestaltung des Lienzer Hauptplatzes seit Jahrzehnten. Wiederholt waren Anträge im Gemeinderat eingebracht worden. Zur Realisierung kam es bisher nicht.

Seit drei Jahren versucht man, endlich Nägel mit Köpfen zu machen. Am 19. Mai 2011 war eine Arbeitsgruppe gegründet worden, die sich seither in zahlreichen Sitzungen mit der Revitalisierung befasst. Nun muss sich die Quartiersgemeinschaft zu einem Verein zusammenfinden. Dieser soll die langfristige Entwicklung des Platzes auch mit eigenverantwortlichen Aktivitäten sichern. „Wenn der Verein gegründet ist, werden wir eine öffentliche Diskussion brauchen, auch darüber, ob wir noch einmal in einen Gestaltungswettbewerb gehen“, so BM Elisabeth Blanik in der letzten Gemeinderatssitzung. Es werde auch eine politische Entscheidung brauchen, so die Stadtchefin, die von einem „spannenden Prozess am Hauptplatz“ sprach.

Als sicher gilt, dass eine komplette Sanierung des Platzes derzeit aus Kostengründen nicht realisierbar ist. Blanik spricht vielmehr von einem stufenartigen, modularen Vorgehen, das dann auch finanziell tragbar sei.

Klarheit herrscht darüber, dass die „Hauptplatzler“ auch hinsichtlich einer Kostenbeteiligung mit ins Boot zu holen sind. Angedacht ist deren Einbindung entsprechend eines Flächenschlüssels, insgesamt etwa 50.000 Euro pro Jahr sollen von den Unternehmern in Marketingmaßnahmen fließen.

Die Bürgermeisterin stellte in der Gemeinderatssitzung klar: „Es wird keine Gestaltung geben, wenn die Hauptplatzler nicht zu einem finanziellen Zutun bereit sind.“ Die mobile Bühne, die schon aufgestellt ist, sei ein Entgegenkommen der Stadt gewesen.

Noch gibt es viele offene Fragen hinsichtlich der Gestaltung des Platzes, Zonierungen sind angedacht. Eine besondere Herausforderung in der Oberflächengestaltung stellen Niveauunterschiede von bis zu einem Meter dar.

Aber auch das Thema Ganzjahresfußgängerzone ist noch längst nicht ausdiskutiert.

Gemeinderat Andreas Hofer (SP) wies auf die schöne Architektur der Gebäude am Hauptplatz hin. Wenige durchdachte Schritte würden zur Verfeinerung des Ganzen ausreichen: „Der Harfenbrunnen von Jos Pirkner wäre etwa eine tolle Ergänzung.“

In logischer Konsequenz soll auch der angrenzende Boznerplatz in das Gestaltungskonzept integriert werden. Bürgermeisterin Elisabeth Blanik: „Der Hauptplatz ist bis zur B100 zu denken.“

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Catharina Oblasser

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