Fußball-WM - Jeder zweite Österreicher hat mit Großevent keine Freude
Linz (APA) - In einer Woche beginnt die Fußball-WM in Brasilien, die Freude der Österreicher über das sportliche Großereignis hält sich in G...
Linz (APA) - In einer Woche beginnt die Fußball-WM in Brasilien, die Freude der Österreicher über das sportliche Großereignis hält sich in Grenzen. Die besten Chancen, den Bewerb für sich zu entscheiden, haben nach Ansicht der Bevölkerung Brasilien, Deutschland und Spanien. Das geht aus einer Umfrage des Linzer Meinungsforschungsinstituts „Spectra“ hervor, die Ergebnisse wurden am Donnerstag veröffentlicht.
Spectra hat im April mit 1.038 repräsentativ für die Bevölkerung ab 15 Jahren ausgewählten Personen persönliche Interviews geführt. Danach gefragt, welche Sportveranstaltung sie heuer sicher mitverfolgen werden, antworteten 42 Prozent mit der WM. Dahinter landeten weit abgeschlagen der Formel-1-Grand-Prix in Spielberg (zwölf Prozent) sowie die damals noch nicht stattgefundenen Fußball-Finali der Champions League (zehn Prozent) und der Europa League (sechs Prozent).
34 Prozent freuen sich „sehr“ bzw. „etwas“ auf die Fußball-Weltmeisterschaft. 16 Prozent antworteten mit „es geht“, 49 Prozent mit „weniger“ bzw. „gar nicht“. Kaum überraschend fiebern deutlich mehr Männer der WM entgegen als Frauen. 39 Prozent werden sich die Spiele live im Fernsehen anschauen, 22 Prozent Zusammenfassungen oder Ausschnitte, 21 Prozent setzen auf Printmedien als Informationsquelle.
23 Prozent wünschen den Titel am meisten Brasilien, gefolgt von Deutschland (21 Prozent), Italien (13 Prozent) und Spanien (zwölf Prozent). Brasilien (26 Prozent) und Deutschland (24 Prozent) sind auch die Länder, die nach Meinung der Österreicher die besten Chancen haben, Weltmeister zu werden. Dahinter landeten Titelverteidiger Spanien (17 Prozent) und Italien (zehn Prozent).
85 Prozent glauben, dass die übertragenden Medien und die TV-Sender am meisten von der WM profitieren. 82 Prozent nannten die Sponsoren, 78 den brasilianischen Tourismus, jeweils 74 Prozent die Spieler und die FIFA, 71 Prozent die Wirtschaft des südamerikanischen Landes.
Spectra interessierte sich auch für den heimischen Fußball: Danach gefragt, ob sich das österreichische Nationalteam für die EM 2016 qualifizieren werde, antworteten nur sechs Prozent mit „ja, bestimmt“. „Eher ja“ kam auf 23 Prozent, „eher nein“ auf 44 Prozent und „nein, bestimmt nicht“ auf 25 Prozent. 65 Prozent haben keine Lieblingsmannschaft. Für jeweils vier Prozent ist es Rekordmeister Rapid bzw. der FC Bayern München, gefolgt von der Austria, Sturm Graz und Red Bull Salzburg (je drei Prozent).
(Grafik 0690-14, Format 42 x 130 mm)
~ WEB http://www.spectra.at/ ~ APA199 2014-06-05/11:33