US-Therapeut John Gray besorgt über Feminismus und Internet
Los Angeles (APA/AFP) - Der US-Erfolgsautor und Therapeut John Gray ist besorgt über die Auswirkungen von Feminismus und Internet auf Paarbe...
Los Angeles (APA/AFP) - Der US-Erfolgsautor und Therapeut John Gray ist besorgt über die Auswirkungen von Feminismus und Internet auf Paarbeziehungen. „Der Grund, warum es so viele Scheidungen gibt, ist, dass der Feminismus die Unabhängigkeit von Frauen fördert“, sagte der Autor des Bestsellers „Männer sind vom Mars, Frauen sind von der Venus“.
„Ich bin sehr glücklich, dass Frauen größere Unabhängigkeit finden, doch wenn man weiter in diese Richtung geht, wer wird dann zuhause sein?“ Gray, dessen Bücher in 50 Sprachen übersetzt und mehr als 50 Millionen Mal verkauft wurden, klagte zudem, dass die Verbreitung feministischer Ideen in den USA den Verkauf seiner Bücher bremse. In Australien oder Lateinamerika, wo es die „klare Einsicht“ gebe, dass Männer und Frauen unterschiedlich seien, seien sie dagegen mehr nachgefragt. Gray zeigte sich überzeugt, seit der Veröffentlichung seines Klassikers 1992 mit seiner Botschaft der grundsätzlichen Andersartigkeit der Geschlechter Hunderttausende Ehen gerettet zu haben.
Der Erfolgsautor äußerte sich beunruhigt über die freie Verfügbarkeit von Pornografie im Internet und über Websites, auf denen sich Männer und Frauen zu außerehelichem Sex verabreden können. „Freie Internetpornos führen zu einer massiven Abhängigkeit“, sagte Gray. „Der Effekt von Pornos auf das Gehirn ist wie Heroin.“ Er warnte, dass Websites zur Vermittlung von Affären ähnlich wie Pornos feste Liebesbeziehungen gefährdeten. „Unpersönlicher Sex“ mit jemandem, „den man nicht kennt und den man nicht liebt“, könne die „Abhängigkeit von Sex“ fördern.