Steuern: Rektoren sehen Staat hauptverantwortlich für Unifinanzierung

Wien (APA) - Die Universitätenkonferenz (uniko) sieht den Vorschlag von Vizekanzler Michael Spindelegger (ÖVP), der Millionären kürzlich rie...

Wien (APA) - Die Universitätenkonferenz (uniko) sieht den Vorschlag von Vizekanzler Michael Spindelegger (ÖVP), der Millionären kürzlich riet, für Forschung zu spenden und gleichzeitig höhere Steuern von ihnen ablehnte, mit gemischten Gefühlen. „Ich begrüße es, dass auch der Finanzminister sagt, die Unis brauchen mehr Geld, weil das ist ja damit implizit festgestellt“, so uniko-Chef Heinrich Schmidinger.

„Es muss aber klar sein, dass die Hauptaufgabe der Uni-Finanzierung beim Staat liegt und bei der Regierung. Die hat sicherzustellen, dass die Universitäten ausreichend finanziert sind“, so Schmidinger bei einer Pressekonferenz am Donnerstag.

Ähnlich sah es der Rektor der von Spindelegger als Spendenadressat explizit genannten Wirtschaftsuni (WU), Christoph Badelt: „Wir glauben, dass die öffentliche Finanzierung auch Voraussetzung für die Unabhängigkeit der Unis ist - und die Unabhängigkeit ist ein gesellschaftlicher Grundwert.“ „Spenden on top“ seien grundsätzlich gut. Anreize für Sponsoring würden aber am ehesten durch eine Änderung des Stiftungsrechts gesetzt.