Wirtschaftskammer hat neue Tourismusobfrau

Wien (APA) - Seit 1. Juni steht die Salzburger Hotelbesitzerin Petra Nocker-Schwarzenbacher (49) an der Spitze der Bundessparte Tourismus un...

Wien (APA) - Seit 1. Juni steht die Salzburger Hotelbesitzerin Petra Nocker-Schwarzenbacher (49) an der Spitze der Bundessparte Tourismus und Freizeitwirtschaft in der Wirtschaftskammer Österreich. Die neue Obfrau will sich vor allem für Entbürokratisierung, das Branchenimage und das Thema Betriebsnachfolge einsetzen, teilte die WKÖ heute, Donnerstag, mit.

Nocker-Schwarzenbacher trat die Nachfolge des langjährigen Bundesspartenobmanns Hans Schenner an, der sich nach 14 Jahren in dieser Position verabschiedete. Schenner ging somit ein Jahr vor dem eigentlichen Ende seiner Funktionsperiode - er wollte das Feld rechtzeitig vor den Wirtschaftskammerwahlen Anfang 2015 räumen, wie er sagte. Der Stellvertreter von Nocker ist der Spartenobmann in der Wirtschaftskammer Steiermark, Johann Hofer.

Die neue Branchensprecherin absolvierte die Hotelfachschule in Bad Hofgastein und führt seit 1992 den elterlichen Betrieb in St. Johann im Pongau (Salzburg) - einen Vier-Sterne-Betrieb mit 110 Betten und 25 Mitarbeitern. Sie will ihre Erfahrungen, Vorstellungen und Ziele „zur Verbesserung der Bedingungen für Tourismusbetriebe in ganz Österreich einbringen“, erklärte sie anlässlich ihres Amtsantritts.

Im heimischen Tourismus befinden sich laut Wirtschaftskammer über 80 Prozent der 18.000 Beherbergungsbetriebe in Familienhand. Nocker stellt sich gegen die Idee einer Vermögenssteuer im Zuge von Betriebsübergaben: „Für uns im Tourismus sind Grund und Gebäude Betriebsmittel. Wer hier die Substanz besteuern will, macht auf Klassenkampf und dabei leider auch die Basis unserer Arbeit kaputt.“

Die Bundessparte Tourismus und Freizeitwirtschaft ist die Interessenvertretung von mehr als 90.000 Tourismusbetrieben aus den Bereichen Gastronomie, Hotellerie, Freizeit und Sport, Reisebüros, Kinos, Kultur- und Vergnügungsbetriebe sowie Gesundheitsbetriebe. Insgesamt erwirtschaftet die Branche jährlich eine Bruttowertschöpfung von rund 42 Mrd. Euro, das entspricht mehr als 15 Prozent des Bruttoinlandsprodukts (BIP).

~ WEB http://wko.at ~ APA376 2014-06-05/14:30