EZB-Chef Draghi: Weitere Zinssenkungen unwahrscheinlich

Frankfurt (APA/dpa) - Mit den am Donnerstag beschlossenen Zinssenkungen hat die Europäische Zentralbank (EZB) ihr wichtigstes Instrument wei...

Frankfurt (APA/dpa) - Mit den am Donnerstag beschlossenen Zinssenkungen hat die Europäische Zentralbank (EZB) ihr wichtigstes Instrument weitgehend ausgereizt. „Der untere Rand ist heute erreicht“, sagte EZB-Präsident Mario Draghi am Donnerstag in Frankfurt. Allerdings seien weitere kleinere „technische“ Anpassungen möglich.

Gleichzeitig kündigte Draghi an, dass die Notenbank die Zinsen noch über einen längeren Zeitraum auf dem aktuellen Niveau belassen wird. Die Währungshüter senkten den Leitzins am Donnerstag auf das Rekordtief von 0,15 Prozent.

Der Zins für Einlagen von Geschäftsbanken bei der Notenbank wurde zudem auf minus 0,1 Prozent gesenkt. Damit müssen Banken erstmals eine Art Strafzins bezahlen, wenn sie überschüssige Liquidität bei der EZB parken, statt Kredite zu vergeben. Weitere unkonventionelle Maßnahmen bereite die EZB für den Notfall aber bereits vor. Dazu könnten der Kauf von Kreditpaketen (ABS) und breit angelegte Wertpapierkäufe gehören.

~ WEB http://www.ecb.int ~ APA437 2014-06-05/15:15