EZB-Chef Draghi: „Falls nötig weitere Lockerung der Geldpolitik“
Frankfurt (APA/Reuters) - Die Europäische Zentralbank (EZB) will mit einem ganzen Maßnahmenbündel die Vergabe von Krediten in der Eurozone a...
Frankfurt (APA/Reuters) - Die Europäische Zentralbank (EZB) will mit einem ganzen Maßnahmenbündel die Vergabe von Krediten in der Eurozone ankurbeln und damit der Gefahr einer Deflation entgegenwirken. Dazu senkte die EZB am Donnerstag auch den Leitzins von 0,25 auf das historische Tief von 0,15 Prozent. Es folgen Zitate von EZB-Präsident Mario Draghi auf seiner Pressekonferenz in Frankfurt:
Diskussion über Politik im Rat:
„Dieses Mal war es einstimmig.“
Sind wir schon am Ende? Nein!
„Wir haben das gemacht. Wir denken, dass das ein bedeutendes Paket ist. Sind wir fertig? Die Antwort ist: Nein. Wir sind hier noch nicht fertig. Im Notfall sind wir - im Rahmen unseres Mandats - hier nicht fertig.“
Schnelles Handeln:
„Falls nötig werden wir zügig mit einer weiteren Lockerung der Geldpolitik handeln. Der EZB-Rat ist einhellig in seinem Bekenntnis, im Rahmen seines Mandats unkonventionelle Instrumente zu nutzen, falls es nötig werden sollte, Risiken einer längeren Phase niedriger Zinsen weiter anzugehen.
Bündesl von Maßnahmen:
„Wir haben uns für ein Bündel von Maßnahmen entschieden (...), um die Kreditvergabe an die Realwirtschaft zu unterstützen. Zu dem Paket gehören weitere Senkungen der Leitzinsen, gezielte langfristige Refinanzierungsgeschäfte, die Vorbereitung zum Kauf von verbrieften Wertpapieren (ABS) und die Verlängerung von Vollzuteilungen bei Tendergeschäften mit einem festen Zinssatz.“
Ausblick:
„Was unseren Ausblick angeht, so werden die EZB-Leitzinsen für eine längere Zeit auf den aktuellen Niveaus bleiben - mit Blick auf den derzeitigen Inflationsausblick.“
(Hinweis: Alle Zitate wurden von Reuters übersetzt und sind somit keine offiziellen Übersetzungen der EZB.)
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