Irakische Armee und ISIL-Extremisten liefern sich Gefechte um Samarra
Samarra (APA/dpa) - Kämpfer der radikal-islamischen Terrorgruppe „Islamischer Staat im Irak und der Levante“ (ISIL/ISIS) haben am Donnerstag...
Samarra (APA/dpa) - Kämpfer der radikal-islamischen Terrorgruppe „Islamischer Staat im Irak und der Levante“ (ISIL/ISIS) haben am Donnerstag die irakische Stadt Samarra angegriffen. Am Nachmittag schlug die irakische Armee mit einem Helikopterangriff zurück.
Die irakische Armee meldete, am Abend die mittelirakische Stadt Samarra (Samara) wieder unter Kontrolle gebracht zu haben. „Die Aufständischen sind geflohen, keine Schützen sind mehr zu sehen“, sagte ein Befehlshaber der Nachrichtenagentur dpa. Auf Twitter vermelden ISIL-Anhänger hingegen weitere Gefechte mit der Armee.
Von den schweren Gefechten zwischen der Armee und den ISIL-Kämpfern berichteten Augenzeugen am Donnerstag. Ersten Schätzungen zufolge wurden mindestens 25 Soldaten und 20 Zivilisten durch Schüsse verletzt.
Die schwer bewaffneten ISIL-Kämpfer seien aus mehreren Richtungen in die Stadt eingedrungen und hätten Planierraupen genutzt, um Sicherheitsposten zu zerstören, hieß es. Sie hätten sechs Stadtbezirke besetzt und die schwarze Flagge der mit dem Terrornetzwerk Al-Kaida verbündeten Gruppe ISIL gehisst.
Samarra liegt 118 Kilometer nördlich der Hauptstadt Bagdad. ISIL kämpft für einen Gottesstaat und gegen die schiitische Bevölkerungsgruppe und Regierung im Irak. Samarra ist mehrheitlich von Sunniten bewohnt, beherbergt mit der Goldenen Moschee aber die Gräber zweier wichtiger schiitischer Imame.