Brasiliens Präsidentin mahnt: Fußball und Politik nicht vermischen
Rio de Janeiro (APA/dpa) - Brasiliens Präsidentin Dilma Rousseff hat angesichts der anhaltenden Proteste während der Weltmeisterschaft dazu ...
Rio de Janeiro (APA/dpa) - Brasiliens Präsidentin Dilma Rousseff hat angesichts der anhaltenden Proteste während der Weltmeisterschaft dazu aufgerufen, Fußball und Politik auseinanderzuhalten. Die Nationalmannschaft repräsentiere die brasilianische Nation, betonte die Staatschefin in einer Erklärung am Sonntag (Ortszeit). „Die Selecao steht über Regierungen, Parteien und Interessen jeglicher Gruppen“, sagte sie.
Rousseff erinnerte daran, dass sie selbst die Nationalelf sogar unterstützt hatte, als sie 1970 während des Militärregimes als Oppositionelle im Gefängnis gesessen war. Damals seien viele Regimegegner zunächst der Meinung gewesen, dass diese Unterstützung die Diktatur stärke. „Meine Zellenkameradinnen und ich hatten aber niemals Zweifel. Wir haben stets Brasilien angefeuert, denn der Fußball steht über der Politik.“
Im Laufe der WM in Mexiko, die die „Selecao“ 1970 mit Pele gewann, seien die Kritiker schließlich ganz verstummt, betonte die Präsidentin. Rousseff war vergangene Woche bei der Eröffnung der WM in Sao Paulo ausgepfiffen und beschimpft worden.
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