Die russisch-ukrainischen Gaskonflikte 2009 und 2006

Kiew (APA/dpa) - Der aktuelle Gasstreit zwischen der Ukraine und Russland ist nicht der erste Konflikt dieser Art:...

Kiew (APA/dpa) - Der aktuelle Gasstreit zwischen der Ukraine und Russland ist nicht der erste Konflikt dieser Art:

2009 - Anfang Jänner stoppt Russland zunächst seine Gaslieferungen an die Ukraine, später fließt auch kein Gas mehr über das Transitland nach Westeuropa. Hintergrund ist ein Streit um Schulden. Manche Länder melden Totalausfälle. Knapp zwei Wochen später unterzeichnen die Versorger neue Abkommen, das Gas fließt wieder. Für 2009 soll die Ukraine 20 Prozent Rabatt erhalten. Im Juli einigen sich der Staat, die Europäische Kommission und internationale Geldgeber auf Hilfen von bis zu 1,2 Milliarden Euro, geknüpft an Reformen des ukrainischen Gasnetzes.

2006 - Russlands Gaskonzern Gazprom drosselt am Neujahrstag die Exporte an die Ukraine. Bei zahlreichen Abnehmerländern sinken die Liefermengen. Verhandlungen über Preiserhöhungen sind zuvor gescheitert. Gazprom hatte von 2006 an statt 50 bis zu 230 Dollar pro 1000 Kubikmeter gefordert. Auf Druck des Westens kommt es drei Tage später zu einer Einigung: Die Ukraine soll russisches sowie zentralasiatisches Gas zu einem Preis von 95 Dollar (damals 80 Euro) bekommen. Nach der Vereinbarung kommt es zu einer Regierungskrise in der Ukraine.