Verletzter Höhlenforscher - Rettungsaktion nach Pause fortgesetzt

Berchtesgaden (APA/dpa) - Auch neun Tage nach dem Unfall in der Riesending-Schachthöhle in den Berchtesgadener Alpen geht die Rettungsaktion...

Berchtesgaden (APA/dpa) - Auch neun Tage nach dem Unfall in der Riesending-Schachthöhle in den Berchtesgadener Alpen geht die Rettungsaktion für den verletzten Höhlenforscher weiter. Am Montagabend nahm der Rettungstrupp in rund 700 Metern Tiefe die nächste Etappe in Angriff. Wann der Höhlenforscher Johann Westhauser und seine Helfer wieder ans Tageslicht kommen, ist weiter unklar.

Am Freitag hatte sich der Rettungstrupp auf den langen und beschwerlichen Weg nach oben gemacht. Am Montagmorgen erreichte der Trupp Biwak 3. Rund neun Stunden hatten die Helfer mitsamt dem Verletzten zuvor für ihren Weg zu dem Biwak benötigt. Damit waren sie deutlich schneller als erwartet, eigentlich waren für die Strecke bis zu zwei Tage eingeplant worden.

Nach einer mehrstündigen Ruhepause ging es dann am Montagabend weiter. Nächste Station soll Biwak 2 in rund 550 Metern Höhe sein. Für die schwierige Wegstrecke seien 24 Stunden eingeplant, betonte ein Sprecher der Bergwacht.

Am frühen Pfingstsonntag hatte der erfahrene Höhlengänger Westhauser, der am Institut für Angewandte Physik des Karlsruher Instituts für Technologie arbeitet, durch einen Steinschlag in 1.000 Metern Tiefe ein Schädel-Hirn-Trauma erlitten. Westhauser gehört zu den Entdeckern der Riesending-Höhle.