Israel weitete nach Entführung Jugendlicher Festnahmen auf Nablus aus
Jerusalem (APA/dpa) - Die israelische Armee hat nach der Entführung von drei Jugendlichen im Westjordanland die Festnahmen von Mitgliedern d...
Jerusalem (APA/dpa) - Die israelische Armee hat nach der Entführung von drei Jugendlichen im Westjordanland die Festnahmen von Mitgliedern der radikalislamischen Hamas-Organisation auf andere Städte ausgeweitet. Vor allem im Bereich der Stadt Nablus im nördlichen Teil des Palästinensergebiets seien mehr als 40 Verdächtige festgenommen worden, teilte die Armee am Dienstag mit.
Zuvor waren vor allem in der Gegend von Hebron, wo die Kidnapper vermutet werden, Hamas-Mitglieder festgenommen worden. Die drei Schüler einer jüdischen Religionsschule in der Siedlung Kfar Ezion bei Bethlehem werden seit Donnerstagabend vermisst. Bisher hat sich keine palästinensische Organisation zu der Tat bekannt.
Die israelische Armee nennt die Suche nach den Vermissten Operation „Bruders Hüter“. Politische Führung und Armee stellen sich auf einen langwierigen Einsatz ein. Insgesamt sind bisher knapp 200 Palästinenser festgenommen worden, die meisten davon Mitglieder der Hamas.
Die israelische Luftwaffe flog unterdessen als Reaktion auf Beschuss aus dem Gazastreifen erneut Angriffe in dem Gebiet am Mittelmeer. Ziele seien unter anderem zwei Waffenlager gewesen, teilte ein Armeesprecher Dienstagfrüh mit. Nach Angaben von Vertretern der Sicherheitsbehörden im Gazastreifen wurden auch zwei Übungsgelände der Hamas bombardiert. Berichte über Verletzte gab es zunächst nicht.
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