„Repair Café“ lässt nichts kaputt sein
Eine neue Form der Selbsthilfe startet am Samstag in Höfen. Dinge nicht wegwerfen, sondern reparieren, ist das Motto.
Höfen –Was machen mit einem Toaster, der nicht mehr funktioniert? Oder einem Fahrrad mit einem platten Reifen? Oder mit aufgerissenen Nähten bei Hosen? Wegwerfen? Warum? Repair Café Außerfern organisiert am Samstag, den 21. Juni, das erste Treffen in Höfen in der Hahnenkammhalle. Von 13 bis 17 Uhr stehen ehrenamtliche Fachleute wie Elektriker, Näherinnen und Fahrradmechaniker mit Rat und Tat zur Verfügung, um gemeinsam defekte Gegenstände wieder in Stand zu setzen. Repariert wird alles, was leicht transportiert werden kann, wie Toaster, Lampen, Föhn, Kleidung, Fahrräder, Spielzeug und vieles mehr.
Die ehrenamtlichen Helfer möchten mit der Zurverfügungstellung ihres Wissens einen Beitrag zur Reduzierung des Müllbergs leisten. Das ist notwendig, finden Wolfgang Huter und Alexander Grutsch, die Organisatoren des ersten Repair Cafés im Außerfern. „Wir wollen mit dem Repair Café auch zeigen, dass Reparieren Spaß macht und oft ganz einfach ist. Optimal wäre natürlich, wenn die Besucher so viel gelernt haben, dass sie das nächste Mal eine ähnliche Reparatur selber durchführen können“, erläutert Grutsch. „Wir sehen uns nicht als Konkurrenz zu professionellen Reparaturbetrieben, sondern fördern im Gegenteil die Bereitschaft, Dinge reparieren zu lassen“, sagt Huter. Neben der Beratung werden auch Kaffee, Kuchen und Getränke angeboten, um einen angenehmen Rahmen für den fachkundigen Austausch bieten zu können. Die Reparaturanleitung ist kostenlos – freiwillige Spenden werden aber gerne entgegengenommen. Geplant ist, dass das „Repair Café Außerfern“ künftig alle drei Monate stattfindet.
Für weitere Informationen steht Alexander Grutsch unter der Tel.-Nr. 0676–6162914 zur Verfügung. Mehr zu dieser neuen Idee und Organisation ist auch online unter www.repaircafe.org zu finden. Das Konzept ist in Amsterdam entstanden, wo die „Stichting Repair Café“ seit 2010 regelmäßig Treffen organisiert. Mittlerweile sind solche „Kaffeehäuser“ beinahe weltweit zu finden. (TT, hm)
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