Das Rückruf-Debakel von General Motors - Chronologie
Detroit (Michigan) (APA/dpa) - Die amerikanische Opel-Mutter General Motors (GM) hat seit Jahresbeginn 44 einzelne Rückrufe gestartet, nachd...
Detroit (Michigan) (APA/dpa) - Die amerikanische Opel-Mutter General Motors (GM) hat seit Jahresbeginn 44 einzelne Rückrufe gestartet, nachdem Schlampereien bei der Beseitigung von Mängeln ans Licht kamen. Ein Abriss der Geschehnisse:
15. Jänner: Die GM-Firmenveteranin Mary Barra wird Chefin. Sie ist die erste Frau, die einen Autokonzern führt.
13. Februar: GM ruft in Nordamerika die ersten 778.000 Wagen wegen Problemen mit den Zündschlössern zurück. Der Schlüssel kann bei voller Fahrt in die „Aus“-Position zurückspringen. GM berichtet von sechs Toten bei Unfällen.
25. Februar: GM weitet den Rückruf auf weltweit 1,6 Millionen ältere Wagen aus. Das Unternehmen räumt erste Versäumnisse ein. Nun ist die Rede von 13 Unfalltoten.
12. März: Aus internen Vermerken geht hervor, dass GM-Ingenieure schon 2001 während der Fahrzeugentwicklung über Probleme mit den Zündschlössern berichteten. Es gehen die ersten Klagen von Unfallopfern und Autobesitzern ein.
29. März: GM ruft nun auch 1 Million Fahrzeuge neuerer Baujahre wegen der defekten Zündschlösser zurück. Damit steigt die Gesamtzahl alleine für diesen Defekt auf 2,6 Millionen.
31. März/2. April: Bei zwei Anhörungen im US-Kongress wird Barra scharf angegangen. Antworten auf die Kernfrage, warum GM so lange mit dem Rückruf der defekten Zündschlösser zögerte, hat sie jedoch nicht.
10. April: Es kommt zu ersten personellen Konsequenzen. Zwei Ingenieure werden beurlaubt. Es folgt eine Neuaufstellung der Entwicklungsabteilung. Mehrere Manager gehen.
24. April: GM erleidet einen Gewinneinbruch, nachdem sich die veranschlagten Kosten für die Reparaturen im ersten Quartal auf 1,3 Mrd. Dollar (960,7 Mio. Euro) summiert hatten.
16. Mai: General Motors muss 35 Mio. Dollar an Strafe zahlen. Die Verkehrssicherheitsbehörde sieht es als erwiesen an, dass der Autobauer sie zu spät über die Zündschloss-Probleme informiert hat.
5. Juni: GM legt einen Untersuchungsbericht vor, der zahlreiche Schlampereien auflistet. 15 Mitarbeiter werden gefeuert. Barra verneint aber eine bewusste Vertuschung der Fehler. Opfer sollen entschädigt werden.
13. Juni: GM warnt vor Zündschloss-Problemen bei einer halben Million weiterer Wagen.
16. Juni: GM ruft 3,4 Millionen Limousinen wegen problematischer Zündschlösser in die Werkstätten. Nun sind 20 Millionen Wagen insgesamt von 44 Rückrufen betroffen. Die veranschlagten Kosten klettern auf 2 Mrd. Dollar (1,48 Mrd. Euro).
~ ISIN US37045V1008 WEB http://www.gm.com/ ~ APA163 2014-06-17/10:29
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